Was macht einen guten Schriftsteller aus?

Bei Markus Walther habe ich kürzlich gelesen, dass es sowas wie Ultrakurzgeschichten gibt. Auch und vielleicht besser bekannt als „Six Word Flash“. Soweit ich das mitbekommen habe, wurde diese Literaturgattung von niemand geringerem als Ernest Hemingway kreiert. Den vermutlich bekanntesten möchte ich euch hier auch nicht vorenthalten:

“For sale: baby-shoes, never worn.”

Es dauerte einen Moment bis ich das kapiert habe. Aber dann traf es mich wie ein Uppercut von Ali oder Tyson. Jaja, das mag alles ziemlich sentimental klingen, aber der wahrscheinlichste Hintergrund für eine solche Geschichte stellt so ziemlich den grössten Albtraum für alle Eltern dar. Und sowas mit sechs Worten auszudrücken … Das grenzt für mich an schriftstellerische Genialität.

Wie seht ihr das? Ist das für euch noch eine Geschichte? Oder wo zieht ihr die Grenze? Lasst es mich wissen, schreibt es als Kommentar.

Mein lyrischer Beitrag zum Tag

Ich dachte mir, ich könnte vielleicht sowas wie eine neue Rubrik starten. Die „Lyrik des Tages“.

Und ich habe dabei nicht vor, mich mit fremden Federn zu schmücken, nein. Ich werde euch mit Selbstverfasstem verwöhnen. >:->

Jeder, der „Dead Poets Society“ gesehen hat weiss, dass Gedichte auch schlicht sein können. Solange sie nicht banal werden. Beispiel:

 

„Die Katze

Liegt auf der Matratze.“

 

Aber wie gesagt, das stammt ja nicht von mir. Nun zu meinem ersten nicht ernst gemeinten lyrischen Erguss. Er ist schon über ein Jahr alt und hat damals die eine oder andere Diskussion darüber entfacht, was nun als Gedicht gelten kann und was nicht.

 

Das „Nicht-Gedicht“

„Brabbelfurz, ist mir Schnurz, Hurz
Ich beisse die weisse Meise
Vom Dach herunter.
Es schneit, grün und blau
Grau
Alles grau
Ich hau
Dir gleich eine“

 

Das wars. Bis zum nächsten Mal.