[Rezi] „Die Zeitverschwörung 1 – Imperator“ von Stephen Baxter

Diesmal wurde mir das Buch von der Verlagsgruppe Randomhouse Bertelsmann, genauer dem Heyne Verlag, kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle dafür.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt oder auch bei Amazon

Der Autor

Stephen Baxter hat, soweit ich das bisher in Erfahrung bringen konnte, viele wissenschaftlich dominierte Science-Fiction Romane geschrieben. Manchmal mit anderen Autoren zusammen, manchmal – so wie hier – auch alleine. Letztere gefallen mir besser. Die Schreibe von Herrn Baxter ist flüssig und die wissenschaftliche Informationsdichte überschaubar. Genug, dass ein bisschen was hängen bleibt, aber auch nicht so viel, dass man das Buch gelangweilt und an tröge Schulstunden erinnert zur Seite legt.

Das Buch

Da ich dieses Mal ein E-Book bekommen habe kann ich zu einer Papier-Variante nicht viel sagen. Das E-Book ist auf jeden Fall klar gegliedert und man kommt über den Index in jedes Kapitel. Es gibt keine 3D-Animationen und auch keine nervigen „Helfer“ in einer der Ecken die mir durch das Buch helfen wollen. Es ist schliesslich einfach ein Buch, halt nicht auf Papier gedruckt.

Und so beginnt es:

„Es war ein schwerer Tag, an dem Bricas Kind, Cunovics Neffe, sich ins Leben quälte, ein schwerer, langer Tag der Geburt und des Todes. Und es war der Tag, wie Cunovic später glaubte, an dem die eisigen Finger des Webers an den Fäden des Zeitteppichs zu zupfen begannen.“

Zusammenfassung

Kurz: Eine Prophezeiung begleitet viele Generationen einer Familie.
Etwas länger: Nectovelins Mutter schreit unter Geburtsschmerzen eine sechzehn-zeilige Prophetie in lateinischer Sprache. Das wäre weiter nicht verwunderlich, könnte sie Latein. Als stolze Brigantin vor der grossen Invastion der Insel ist sie dieser Sprache aber nicht mächtig. Diese Prophezeiung zieht sich durch das Leben vieler Menschen die ihrer Familie entstammen. Manche lassen sich davon bestimmen, andere versuchen das Schicksal zu ihren Gunsten zu wenden.

Stil:

Stephen Baxter schreibt flüssig und „geschmeidig“. Soll heissen: Man liesst den Text und ohne dass man es merkt, lernt man noch was dabei. Z.B. dass der Wall, den Hadrian errichten liess nichts mit dem Vorgartenmäuerchen zu tun hatte, das heute die engste Stelle Schottlands ziert. Oder über die Entstehung des Christentums, aus der Sicht von Römern und Eroberten Völkern.
Der Text kommt nie Oberlehrerhaft daher, aber auch nicht seicht. Man ist dabei, wie ein Imperium sich seinem Zenith nähert und ihn teilweise überschreitet. Man „erlebt“ Geschichte und spürt das auch. Legt man das Buch zur Seite nachdem man es beendet hat, muss man sich erst wieder im Hier und Jetzt zurechtfinden. Jedenfalls ein bisschen.

Figuren:

Die Figuren sind allesamt glaubhaft. Vom totalen Ekelpaket über den Sklaven der freigekauft wurde und sich nur langsam einem normalen Leben nähert bis zu den Imperatoren, alle kommen sie völlig authentisch rüber. Man kauft ihnen ihre Freude, ihr Leid und ihre Zweifel, aber auch ihre Überzeugungen ab. Das was sie antreibt, könnte auch die Triebfeder für unser eigenes Handeln sein, insofern sind sie absolut realistisch und nicht bloss eindimensional.

Sprache:

Die Dialoge sind kurz, aber nicht zu knapp. Beschrieben wird einiges, da sehr viel Geschichte thematisiert wird. Aber das fällt nicht negativ auf. Handlung gibt es genug und die und auch die Stimmung der Charaktere wird durch die Sprache sehr klar rübergebracht. Ansonsten ist die Sprache unauffällig. Wenn jemand im Buch davon spricht, dass eine der Figuren „einfaches Latein“ spräche, dann kann ich mir darunter nur wenig vorstellen. Ausser vielleicht wenn man eine „gewählte und an Vokabeln reiche und reichhaltige Sprache“ dem „Gesabbel von einem Proll“ gegenüberstellen würde. Möglich, dass sowas damit gemeint ist.

Fazit:

Von mir 5 von 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung. Und die Hoffnung, dass Band 2 – 4 in ähnlicher Weise weitergehen und nicht so enden wie die Zeit-Odyssee, die Baxter mit Arthur C. Clarke zusammen geschrieben hatte und deren Schluss auf den letzten Zeilen ermordet wurde. Aber das ist eine andere Rezi die erst noch geschrieben werden muss.

Die Zeitverschwörung 1 – Imperator
Heyne / 2015 / 576
Stephen Baxter
ISBN: 978-3-7645-3129-4

[BdB-Rezi] Wild Cards – Der Sieg der Verlierer

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

„Wild Cards – Der Sieg der Verlierer“ unter anderem von George R. R. Martin. Der Penhaligon Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt oder auch bei Amazon

Der Autor

Was soll ich zu George R. R. Martin denn noch sagen, das nicht längst gesagt wurde … Das ich bisher z.B. kein einziges Buch von ihm gelesen habe? Jo, das könnte ich. Ich könnte auch erklären warum. Das war so: Im Jahre 2007 hörte ich das erste Mal von einer Romanreihe mit dem Namen „Das Lied von Eis und Feuer“, einigen vielleicht besser bekannt (ich hoffe ja nicht 😉 ) als TV-Serie „Game of Thrones“. Ich weiss noch genau wann ich beschloss, mir diese Bücher nicht anzutun, aber ich weiss nicht mehr, was diese Abneigung denn tatsächlich ausgelöst hat. Es war auf jeden Fall ein Kommentar einer Dame, die diese Bücher verschlang: „Mir hat das Cover so gut gefallen.“
Echt. Und das, obwohl ich auch schon Bücher nur deswegen ausgeliehen hatte. Aber kaufen? Wegen dem Cover? Nö. Aber jetzt dachte ich mir, ich will doch noch mal was von ihm lesen. Und war leider schon nach den ersten Kapiteln etwas irritiert: Das Buch ist gar nicht von Martin geschrieben, lediglich zusammengestellt und editiert. Er mag im ganzen Zykuls auch die eine oder andere Geschichte beigetragen haben und mir ist auch der Sinn dahinter, einen grossen Namen für sowas zu verwenden, durchaus klar. Heute. Aber damals war Martin so viel ich weiss noch nicht so bekannt.
Hier vielleicht noch die Namen der Autoren des Buches:

  • S.L. Farrell
  • Victor Milán
  • John Jos. Miller
  • Kevin Andrew Murphy
  • Walton Simons
  • Melinda M. Snodgrass
  • Caroline Spector
  • Ian Tregillis
  • Carrie Vaughn

Nun aber zum Buch.

Das Buch

Das Cover wird von Drummer Boy geziert der eine Karte mit Drummer Boy hochhält. Ein Paperback mit Prägedruck, Es sieht ordentlich aus, ist aber für meinen Geschmack mit fast 600 Seiten zu dick für ein Buch.

Und so beginnt es:

„Ich lasse die Abschnitte über Asche und Würmer aus. Die Seiten sind dünn. Sie fühlen sich fast wie Federn an, wenn ich sie umblättere und nach Stellen suche, bei denen mir nicht die Galle hochkommt. Ich weiss, dass mein Vater stirbt. Ich muss nicht erst darüber lesen.“

Zusammenfassung

Kurz: Noel ist mal dies, mal das und findet am Schluss zu sich selbst.
Etwas länger: Es gibt nicht „den“ Protagonisten. Noel ist einer davon. Er ist ein Gestaltwandler und muss ein ziemlich gutes Gedächtnis haben, er ist nämlich zwangsläufig ein Lügner. Wie viele andere Charaktere in dem Buch wächst er aber über sich hinaus bzw. springt über seinen Schatten und verändert das Geschehen letztlich zum Besseren.

Stil:

Ich liebe viele Handlungsstränge, die sich einander nach und nach annähern und letztlich auflösen. Die unterschiedlichen Autoren geben ihren jeweiligen Figuren ganz eigene Stimmen. Beides Dinge, die ich mir von so einem Buch wünsche. Und es funktioniert sehr gut. Die Handlungsstränge, Figuren, Situationen, alles ist stimmig beschrieben, mit wenigen Worten kommen die Bilder auf, die einem die Geschichte lebendig werden lassen.

Figuren:

Ich habe noch selten glaubhaftere Beschreibungen von Nebendarstellern gesehen. In wenigen Sätzen schaffen es die Autoren, die widerlichsten und hassenswürdigsten Ekelpakete auf die Seiten zu zaubern. Und man glaubt es ihnen. Man würde am liebsten ins Buch steigen und diesen Widerlingen jeden geschriebenen Buchstaben einzeln wegradieren. Und anschliessend den Radiergummi verbrennen.
Aber natürlich gibt es auch positive Charaktere und solche, bei denen man sich zu Beginn nicht sicher ist, ob sie nun nett sind oder nicht. Bei manchen von denen wird es im weiteren Verlauf der Geschichte auch nicht unbedingt klarer. Auf jeden Fall sind die Figuren plastisch, echt, dreidimensional. Fast könnte man denken, sie auf dem Nachhauseweg von der Arbeit im Bus oder der Bahn anzutreffen. Wenn es halt keine Joker wären.

Sprache:

Jede Figur und jede Sitation hat ihren eigenen Stil der genau passt. Die Autoren haben allesam gute Arbeit geleistet. Obwohl sich die einzelnen Schreiber abwechseln, erkennt man alle paar Seiten die Figuren wieder. Fast so wie ein guter Sprecher eines Hörbuches.

Fazit:

Was zu Beginn etwas verwirrend daherkommt entpuppt sich als fantasievoller Lesespass. Für kurze Zeit ist man in einer parallelen Welt und will wissen wie es mit „Little Fat Boy“, Noel, Niobe, Bubbles und all den anderen weitergeht. Von mir 5 von 5 Sternen und eine klare Kaufempfehlung.

Wildcards – Der Sieg der Verlierer
Penhaligon / 2015 / 576
George R. R. Martin
ISBN: 978-3-7645-3129-4

[Rezi] „Redshirts“ von John Scalzi

Zu Kaufen gibt es dieses Buch bei Heyne direkt oder auch bei Amazon

Das Buch

Das Cover zeigt, was der Titel verspricht: Ein Redshirt der UU.

Und so beginnt es:

„Fähnrich Tom Davis hockte auf einem großen Felsblock und blickte quer durch die weitläufige Höhle zu Captain Lucius Abernathy, Wissenschaftsoffizier Q’eeng und Chefingenieur Paul West, die auf einem zweiten, noch größeren Felsblock saßen, und dachte: Das ist echt scheiße.

Zusammenfassung

Kurz: Ein Fähnrich auf dem Flagschiff merkt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist und geht dem nach.
Etwas länger: Andrew Dahl wird auf das Flagschiff der UU, der Universalen Union, versetzt. Und zuerst deutet er das als grossen Gewinn für seine Karriere. Aber dann merkt er, dass unter bestimmten Voraussetzungen bei Aussenmissionen verdächtig häufig und auf seltsame Weise Crewmitglieder ums Leben kommen. Er geht der Sache nach.

Stil:

Wenn einem nicht bereits (wie mir) gespoilert wurde, worum es in dem Buch geht, dann verwirren die Dialoge auf den ersten paar Seiten schon sehr. Man denkt sich: „Eigentlich kann der Salzi doch schreiben, was fabriziert er denn hier für eine Sch schlechte Dialoge. Erst als Andrew Dahl, der Protagonist, dahinter zu kommen scheint was hier los ist, bessert sich das, werden die Dialoge flüssiger und das Lesen geht auch leichter von der Hand.

Dass das Buch weitergeht, nachdem es zuende ist, aber doch nicht, mag für den einen oder anderen verwirrend sein. Ich fand den Schluss äusserst gelungen.

Figuren:

Die Figuren sind allesamt glaubhaft und „echt“. Man möge die leichte ironische Anspielung verzeihen, wenn man es gelesen hat, wird man es verstehen. Einzig der Protagonist kam mir manchmal etwas zu … entspannt vor. Mir fällt kein besseres Wort dafür ein. Fast so, als ob er wüsste was als nächstes geschieht.

Sprache:

Typisch für John Scalzi ist die Sprache: Locker, leicht zu lesen. Die Dialoge sind flüssig und man fliegt eigentlich nie aus dem Fluss wegen irgendwelcher unpassender Wörter oder seltsamen Konstruktionen.

Fazit:

Eines der wenigen Sci-Fi Bücher, abgesehen von eineinigen von Andreas Eschbach, das mich nachdenklich zurückliess und mir die Wahl des nächsten Buches sehr schwer machte. Bis kurz vor Schluss dachte ich: „Jaja, nette Geschichte und gut geschrieben.“ Aber da steckt meiner Meinung nach viel mehr drin. Z.B. wird einem Autoren gezeigt, wie wehleidig die Aussage „Ach ich kann nicht schreiben, ich habe eine Schreibblockade.“ häufig rüberkommt. Und zwar einfach darum, weil es in den allermeisten Fällen eine Ausrede ist. Eine Ausrede dafür, dass das Problem meist woanders als bei der angeblich blockierten Kreativität liegt.

Weiter sind die philosophischen Momente, wenn sie auch letztlich dem „Autor“ als Schreibblockadenausrede dienen, äusserst interessant. Wenn man Philosophie auf populärwissenschaftlichem Niveau steht.

Alles in allem kann ich sagen: Wer Scalzi mag und den einen oder anderen Insider aus Star Trek kennt, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

5 von 5 Sternen und eine Kaufempfehlung.

Coverbild_Redshirts

Redshirts
Heyne / 2012 / 432
John Scalzi
ISBN: 978-3-45352-995-3

[Rezi] „Das Haus der Geschichten“ von Thomas Franke

Zu Kaufen gibt es dieses Buch bei Gerth Medien direkt oder auch bei Amazon

Das Buch

Das Buch kommt in einem unspektakulären braunen Hardcover daher. Aber der Schutzumschlag ist gelungen. Man kann ihn nämlich wenden, dann kommt statt einem Raum der voll mit Büchern ist eine … ach schaut doch selber. 🙂

Und so beginnt es:

„Das Holz des Tisches war sehr alt. Dunkle Flecken und abgewetzte Stellen zeugten von einem regen Gebrauch des Möbelstücks. Die Abendsonne fiel schräg durch das Fenster aus welligem Glas und liess feinen Staub wie winzige Glühwürmchen über einem Stapel alter Pergamente tanzen. Der Lichteinfall offenbarte ein bizarres Muster konzentrischer Kreise, die verschiedenste Tassen im Laufe von mehr als zweihundertachtzig Jahren auf dem Schreibtisch hinterlassen hatten. Und die hagere, faltige Hand, die den Federhalter in das Tintenfässchen tauchte, schien nicht weniger arm an Jahren zu sein. Der schwere alte Stuhl knarzte, als der Mann sich in dem ausgebeulten Lederpolster zurechtsetzte und zu schreiben begann.“

Zusammenfassung

Kurz: Arbeitsloser Fantasyautor wird Assistenz-Antiquar und ändert sein Leben
Etwas länger: Marvin Heider ist Agnostiker und bekommt nach mehr als einem Dutzend vermittelter Jobs sowas wie seine letzte Chance. Es wird ein Liebhaber von Büchern und Geschichten gesucht. Passt genau, schliesslich ist Marvin eigentlich Schriftsteller von Fantasygeschichten. Er lernt den Inhaber kennen und mag ihn sofort. So wie Rasmus-Salomo Eichdorff ihm begegnet fängt seine atheistische Überzeugung langsam an Risse zu bekommen und er hinterfragt Dinge, die er 30 Jahre lang für selbstverständlich und vollkommen logisch gehalten hatte.

Stil:

Das Haus der Geschichten ist eine Mischung aus Geschichte und einzelnen Kurzgeschichten, die sich nahtlos in den Roman einfügen. Es ist flüssig und humorvoll geschrieben und kommt, obschon es nie einen Hehl daraus macht ein christlicher Roman zu sein, gänzlich ohne erhobenen Zeigefinger aus. Ich hatte nie das Gefühl belehrt zu werden. Eine sehr sympathische Art wirklich wichtige Inhalte zu transportieren. Dem Autor scheint viel an Namen zu liegen. Bei einigen seiner Kurzgeschichtenfiguren konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Figuren:

Die drei Protagonisten sind glaubhaft und sympathisch. Man möchte gerne mit allen dreien befreundet sein. Obwohl es keinen wirklichen Antagonisten gibt, zumindest habe ich keinen ausfindig machen können, ist die Geschichte nie langweilig und die Figuren entwickeln sich nachvollziehbar.

Sprache:

Flüssig und gut zu lesen. Thomas Franke verzichtet auf Kanaanäische Floskeln genauso wie auf irgendwelchen Slang. Die Sprache transportiert den Inhalt so, dass man das Buch bei gelegentlichem Lesen problemlos in einer Woche durchhat. Das ist jedoch – obwohl ein Qualitätsmerkmal – sehr schade. Es ist eines der Bücher die man gerne gleich nochmal lesen würde, aber ohne die Erinnerung daran, was drin steht.

Fazit:

Anders als die meisten Bücher hinterlässt „Das Haus der Geschichten“ nicht nur die Erinnerung an schöne Momente und die Sehnsucht nach weiteren solchen. Man kann es nicht einfach zuklappen und denken oder sagen: „Boah, ein gutes Buch, wo ist das nächste?“. Es liess mich sehr nachdenklich zurück und ich ertappte mich bei dem Gedanken, wie ich wohl so eine narratorische Apotheke aufziehen könnte.
Ach so, das Buch: 5 von 5 Sternen und absolute Kaufempfehlung. Nicht nur aber auch und vor allem für solche die glauben, an nichts zu glauben. Für so manchen Christen auch sehr empfehlenswert. Nicht als Zeigefinger, sondern als offene Hand, als Möglichkeit.

Coverbild_DasHausderGeschichten

Das Haus der Geschichten
Gerth Medien GmbH / 2010 / 284
Thomas Franke
ISBN: 978-3-86591-572-6

[BdB-Rezi] ZERO. Sie wissen, was du tust

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

„ZERO. Sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg. Der Blanvalet Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt oder auch bei Amazon

Das Buch

Ein Hardcover. Das Titelbild ist nett, hat für mein Verständnis aber wenig mit dem Thema des Buches zu tun. Was mir hingegen sehr gefällt ist der Vorsatz. Es ist nicht aufdringlich, aber die Nullen und Einsen haben was mit dem Inhalt zu tun. Kommt gut.

Der Autor

Marc Elsberg war mir bis dato gänzlich unbekannt. Was hauptsächlich damit zusammenhängt, dass meine Lesevorlieben woanders liegen. Aber lassen wir ihn doch selber zu Wort kommen.

Und so beginnt es:

„Peekaboo777:
Alle bereit? Danach gibt es für keinen von uns mehr einen sicheren Platz auf der Welt.“

Zusammenfassung

Kurz: Sie wissen nicht nur was du tust, sondern auch was du tun wirst.
Etwas länger: Wem kann man noch trauen in einer Gesellschaft, in der jeder alles über jeden in Erfahrung bringen kann? Nachdem Cynthia auf eine Gruppe von Internetaktivisten angesetzt wurde beginnt sie sich das auch zu fragen. Es geschehen seltsame Dinge, Zufälle, ohne ersichtlichen Zusammenhang. Als Printjournalistin bei einer britischen Tageszeitung ist sie es jedoch gewohnt, unter die Oberfläche zu schauen. Was sie dort findet ist nicht nur brisant, sondern auch gefährlich. Gefährlich für sie und ihre Lieben. Gefährlich für alle. Und plötzlich erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite.

Stil:

Kurz und knapp, wie ein guter Thriller anscheinend sein muss. Ich kenne mich mit Thrillern nicht so gut aus, aber wenn ich ein 480 Seiten Buch in knapp vier Tagen während des Arbeitsweges und der Mittagspause durchhabe, muss der Autor irgendwas richtig gemacht haben.

Figuren:

DAS hat mir besonders gefallen. Sie sind glaubhaft. Echt. Die alleinerziehende Mutter, die Tochter, der Antagonist, die „Sekundärbösewichte der 3-Buchstabenbehörden“, ZERO. Einfach toll. Und auch die Entwicklung die z.B. Cynthia und Viola durchmachen ist nachvollziehbar und glaubhaft. Auch was die Figuren ausmacht, wie sie sich verhalten ist, zumindest bei den Perspektivfiguren, sehr gut gemacht. Die, bei denen das nicht so ist, sind zwar nicht bloss Lückenfüller, aber sie verblassen im Vergleich zu Cyn, Vi, Eddie und Carl. Vielleicht konnte ich deshalb den Stabschef lange nicht vom FBI Vizedirektor unterscheiden.

Sprache:

Man hört die einzelnen und unterschiedlichen Figuren. Man erkennt den Unterschied zwischen 18-jährigem Mädchen und Journalistin eines totgesagten Mediums oder dem Typen mit seiner Persönlichkeitsstörung. Sollte ich jemals einen Thriller schreiben wollen habe ich nun ein gutes Beispiel an dem ich mich orientieren kann.

Fazit:

Ich überlege, ob ich den Schulen in die meine Kiddies gehen werden dieses Buch nicht als Pflichtlektüre empfehlen soll.

Ein echter Augenöffner. Für jeden der denkt, er hätte nichts zu verbergen und auch für alle anderen: Kaufempfehlung! Aber ich muss das ja nicht empfehlen, ich weiss ja bereits, dass ihr es wollt. 5 von 5 Sternen.

ZERO. Sie wissen, was du tust
Blanvalet / 2014 / 480
Marc Elsberg
ISBN: 978-3-7645-0492-2

[Rezi] „Kreativ mit der Matrix“ von Richard Norden

Zusammenfassung

Kurz: Ein Schreibratgeber, der sich einem „kleinen“ aber wichtigen Gebiet annimmt.
Etwas länger: Es geht wie der Titel schon sagt um Kreativität und wie man sie mit Hilfe von einfachen Techniken ankurbeln kann.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich mir nicht das ganze e-book durchgelesen habe, nur den Teil, der mir im Moment grade für mich wichtig erscheint: Die Einleitung und Kurzgeschichten. Das mag dem einen oder anderen zwar als brotlose Kunst erscheinen, aber ich habe da soviele Ideen im Kopf die einfach nicht vorwärts zu gehen scheinen, dass ich mir gedacht habe, ich schau mir diesen kleinen Ratgeber mal an. Und ich muss sagen, die Ideen darin haben mich überzeugt.

Die Grundidee ist so simpel wie genial: Verbinde Bekanntes immer wieder neu miteinander. Allerdings geht das Buch etwas über diese Grundidee hinaus. Es erklärt nämlich, wie diese Matrix funktioniert, wie man sie handhabt, woher sie stammt, wie sie sich entwickelt hat.

Der Autor geht kurz und knapp, aber hinreichend ausführlich auf das Thema ein. So muss ein solches Buch sein. Kein Ballast, direkt zum Ziel.

Fazit

Grundsätzlich mangelt es ja nicht an Ideen. Aber manchmal kann es nicht schaden, diese frisch zu beleben. Dafür ist dieses e-book ideal.
Empfehlung: Kaufen und Lesen. Die rund € 3.- die dieses E-Book kostet sind eine lohnende Investition.

Titelbild "Kreativ mit der Matrix" von Richard Norden

Kreativ mit der Matrix
Amazon (Kindle Edidtion) / 2013 / ca. 58 Seiten
Richard Norden

[BdB-Rezi] Jesus

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

„Jesus“ von Timothy Keller. Teils nacherzählte und erklärte Biographie, teils Lehrbuch.

Der Brunnen-Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

Ein Hardcover mit ziemlich auffälligem weissem Schutzumschlag. Die Vorderseite wird von zwei sehr markanten „Dingen“ gekrönt: Dem Namen Jesus (dem Titel des Buches) und einem Teil der Dornenkrone.

Und so beginnt es:

„Zu meiner Überraschung ist dem historischen Jesus in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten ein zunehmendes Interesse zuteilgeworden.“

Zusammenfassung

Kurz: Jesus war ein Mann der Tat, nicht nur des Wortes.
Etwas länger: Wenn man Markus, einen Zeitgenossen von Petrus und dessen Schreiber / Sekretär zu Wort kommen lässt und sich mit diesen Worten intensiver beschäftigt merkt man schnell, dass Jesus nicht nur schöne Worte zu bieten hatte, sondern tat was er predigte. Diese Taten zeigt Timothy Keller der Reihe nach auf. Auf 250 Seiten vollbringt der Autor das Kunststück stichhaltige Belege für die Echtheit der Schilderungen im Markus Evangelium vorzubringen. Auch zeigt er auf, dass es zumindest äusserst unwahrscheinlich ist, dass damals nicht passierte was geschrieben steht. Viele der Stationen im Markus Evangelium, bzw. wie sie beleuchtet wurden werfen ein wohltuend realitätsbezogenes Licht auf Jesus. Der war kein abgehobener Guru oder ein religiöser Haarspalter. Er stand im Leben und zeigt uns, wie wir das unsere leben können und sollen, nämlich als Täter des Wortes Gottes.

Meine Meinung:

Ich höre oft Sätze wie „Ja natürlich, gewiss war er ein grosser Lehrer. Das bestreite ich ja gar nicht. Aber Gottes Sohn? Oder gar Gott selbst? Das zu glauben ist doch ein bisschen zuviel verlangt.“ oder „Wahrheit ist überall gleich, warum masst sich das Christentum (nicht etwa die Bibel oder Jesus) an, die Wahrheit für sich alleine gepachtet zu haben?“ Ist das so? Wer beim Namen Jesus ähnliches denkt, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Aber Vorsicht, er oder sie könnte – bei unvoreingenommenem Geist – eines Besseren belehrt werden. Für wen Jesus der Erlöser ist, dem kann dieses Buch eine schöne neue Sichtweise auf den Sohn Gottes vermitteln. Eine wahrhaft lebendige Sichtweise. Denn genau das ist er, und das kommt in diesem Buch wunderbar durch: Lebendig. Und wer lebendig ist, der tut auch was. Nicht bloss atmen und verdauen.
Mich hat das Buch wieder angespornt, zu tun. Nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, sondern mir Jesus als Beispiel und Vorbild zu nehmen. Er war friedfertig und langmütig. Das will ich auch sein. Er hat dort, wo es angebracht war, die Peitsche geschwungen, Tische umgeworfen und die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel getrieben. Nun, am Temperament mangelt es vielleicht nicht, nur möchte ich es richtig kanalisiert wissen. Wie das geht? Der erste Schritt ist ganz einfach: Folge Jesus. Und dann wird es spannend. Glaubst du nicht? Dann habe ich für den Moment zwei Leseempfehlungen: Dieses Buch und DAS Buch. Du weisst schon, das meistverkaufte, von dem es (Teil)Übersetzungen in mehreren tausend Sprachen gibt und in vielen Haushalten traurig vor sich hinstaubt.

Fazit:

Kaufen, was sonst?

Jesus
Brunnen-Verlag / 2012 / 250 Seiten
Timothy Keller
ISBN: 978-3-765-51224-7

[BdB-Rezi] Vakuum

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Roman, eine Mischung aus Jugendbuch und Thriller. Ein Jugend-Thriller also. „Vakuum“ von Antje Wagner. Der bloomoon Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle. Mein Dank geht aber auch an die Autorin, Antje Wagner, die die Rezensionsexemplare mit einer Widmung versehen hat. Finde ich ein nettes Detail und macht ein Buch gleich viel „sympathischer“

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

… ist ein Hardcover. Schon mal ein Plus. Ich liebe Hardcover. Ich weiss, was ein gebundenes Buch – zumindest wenn man es von Hand macht – für einen Aufwand bedeutet. Das Coverbild stimmt wunderbar auf die bedrückende Stimmung ein.

Und so beginnt es:

„Die Sirene heulte los.
Kora war noch nicht fertig. Nur noch fünf Bahnen. Höchstens sechs.“

Zusammenfassung

Kurz: Für ein paar Jugendliche steht plötzlich die Zeit still und sie müssen herausfinden, was los ist.
Etwas länger: Kora macht eine Lehre als Malerin. Das ist Arbeit, und Arbeit ist gut. Denn in der Zelle ist es nur eng und langweilig. Tamara sucht ein Stück ihrer Vergangenheit. Plötzlich bleibt der Zug nach Mannheim stehen und sie wacht auf. Alissa und Leon stehen nach einem kurzen Nickerchen ohne ihre Freunde auf einer Insel in einem Naturschutzgebiet. Hannes, ein ehamliger BMX-er, ist wie besessen von Strassenschildern. Jeden Abend um Punkt 20:30h kontrolliert er ein paar selbst aufgestellte Schilder beim Golfplatz. Sie alle sind so verschieden wie man nur sein kann. Und sie alle verbindet etwas. Etwas Einzigartiges, Geheimnisvolles.

Meine Meinung:

Zuerst wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Zeit bleibt stehen … hm. Und dann? Aber sehr schnell habe ich gemerkt, dass das Thema „Zeit“ nicht das Zentrum der Geschichte ist. Es sind die fünf Jugendlichen. Beziehungsweise das, was sie miteinander verbindet. Ich kann ohne zu spoilern leider nicht viel sagen, aber das Ende ist auf jeden Fall überraschend, nicht vorhersehbar. Und trotzdem stimmig. Anders.
Nur soviel: Es geht um das Alleinsein und um etwas, das weit über gewöhnliche Freundschaft hinausgeht. Und darum, dass man seinem Schicksal nicht einfach ergeben ist, sondern, egal in welcher Lage man sich befindet, etwas verändern kann.
Ein gutes Buch für Jugendliche ab einem gewissen Alter. Es geht zuweilen heftig zur Sache und es werden ernste Themen angesprochen. Trotzdem wird nichts aus blosser Sensationsgier ausgeschlachtet.
Das Buch ist gut und spannend geschrieben. Ich brauchte nicht mal eine Woche um es zu lesen.

Fazit:

Ich schwankte zwischen 4 und 5 Sternen. Letztlich müssen es aber fünf sein, weil mich – nach kurzem Nachdenken – das Ende tatsächlich gänzlich überzeugt hat.
Also: 5 von 5 Sternen und Kaufen.

Vakuum
bloomoon Verlag / 2012 / 304 Seiten
Antje Wagner
ISBN: 978-3-827-05437-1

[BdB-Rezi] Australien, ich komme!

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Kinderbuch. Ja, schliesslich will ich ja bis in ein paar Jahren mein eigenes fertig haben. Es ist „Australien, ich komme!“ von Thilo Reffert vom Little Tiger Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt oder auch bei Amazon

Das Buch

Ist ein handliches Hardcover. In Zeiten von Handy und Kindle finde ich es schön, richtige Bücher in der Hand zu halten und auch meinen Kleinen weitergeben zu können.

Und so beginnt es:

„Ich liege im Schatten unter einem Wassertank. Weiter hinten zetern die Emus. Und vor dem Zaun stehen Menschen. Diese Menschen waren eben noch in Indien oder Afrika. Jetzt stehen sie hier, nur ein paar Schritte weiter, vor dem australischen Outback.“

Zusammenfassung

Kurz: Wombat will zurück zum Uluru, um Unglück von seinen Besitzern abzuwenden
Etwas länger: Chris schenkt Eva zum Geburtstag ein neues Haustier: Einen Wombat, bzw. ein Wombat Weibchen, wie sich später dann auch herausstellt. Aber Wombat fühlt sich verständlicherweise unwohl in einer Wohnung, in der sie nicht graben kann. Denn das tun Wombats, sie buddeln Tunnel in den Boden. Aber ihre neuen Besitzer wollen, dass es Wombat – so heisst sie vorläufig – an nichts fehlt, also bauen sie ihr ein Gehege im Garten. Und damit sich Wombat auch ein bisschen heimisch fühlt, darf natürlich ein Stück vom Uluru, dem grossen roten Sandstein in Australien, nicht fehlen.
Wombat ist entsetzt. EIN STÜCK VOM ULURU? HIER? Sie weiss natürlich was das bedeutet: Unglück. Wombat braucht nicht lange um zu wissen, was sie zu tun hat. Sie schiebt den Stein in ihren Beutel und macht sich auf den Weg nach Australien. Was sie dabei alles erlebt, lernt und wen sie dabei alles kennenlernt, na, das musst du schon selber nachlesen.

Meine Meinung:

Ein gelungenes Kinderbuch. Vor allem das Ende finde ich sehr schön und die Antworten die Wombat vom weisen Känguruh bekommt haben mich positiv überrascht. Für Kinder die schon einigermassen lesen können ein supertolles Buch, bei dem sie ganz nebenbei auch noch ein bisschen was über Geographie, Australien und natürlich Wombats lernen. Auch Dinge wie Tapferkeit, Loyalität, Freundschaft spielen eine wichtige Rolle. Und trotzdem hat man nie das Gefühl, dass da wer den moralischen Zeigefinger hebt.
Aber was habe ich auch erwartet, wo Tigerente drauf ist, ist auch Tigerente drin. Einfach schön.

Fazit:

5 von 5 Sternen. …

Australien, ich komme!
Little Tiger Verlag / 2012 / 144 Seiten
Thilo Reffert
ISBN: 978-3-931-08182-9

[BdB-Rezi] Ready Player One

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Roman, und zwar einer der nostalgischen Sorte. „Ready Player One“ von Ernest Cline. Der Penhaligon Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

… ist ein Hardcover. Schon mal ein Plus. Ich liebe Hardcover. Ich weiss, was ein gebundenes Buch – zumindest wenn man es von Hand macht – für einen Aufwand bedeutet. Das Coverbild macht gleich klar worauf man sich einlässt: Eine Reise ins Meer der Nostalgie der 80-er Jahre.

Und so beginnt es:

„Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte. Ich sass in meinem Versteck und schaute Zeichentrickfilme, als mir der Newsfeed dazwischenfunkte: In der vergangenen Nacht war James Halliday gestorben.“

Zusammenfassung

Kurz: Ein Teenager geht auf die Suche nach einem Easter Egg.
Etwas länger: Wade Owen Watts (wie Herr Cline wohl auf diese Initialen gekommen sein mag? 😉 ) lebt zwar, hat aber nicht wirklich ein Leben. Zumindest nicht in der Realität. Denn da gibt es nicht viel, für das es sich zu leben lohnt. Aber in der OASIS, einer virtuellen Realität, da tobt bald wieder die Suche nach einem unglaublichen Schatz. Und Wade, auch bekannt als Parzival, ist ein Jäger. Ein Jäger des unglaublichen Schatzes. Einer von vielen.

Meine Meinung:

Ich bin ja ein Kind der 80-er, und daher komme ich nicht umhin, von diesem Buch zu schwärmen. So viele Erinnerungen wurden wach, die meisten davon gut. Herr Cline zaubert die „gute alte Zeit“ zwischen zwei Buchdeckeln hervor. Beim Lesen habe ich häufig gedacht: „Ja, genau, so war es!“. Mit am besten gefiel mir die Szene, in der Parzival zu seinen drei Mitstreitern dazustösst und wie sie sich gemeinsam dem Feind entgegenstellen. Die Beschreibung dieses Ereignisses stellt so manch heroisch-gut-gemeintes in den Schatten.
Und die Ideen, die Rätsel, die vielen kleinen Anspielungen, einfach Herrlich.

Fazit:

Unbedingte Kaufempfehlung. 5 von 5 Sternen. PUNKT!

Ready Player One
Penhaligon Verlag / 2012 / 512 Seiten
Ernest Cline
ISBN: 978-3-764-53090-7