Teilrezi: Der Name des Windes

Selten passiert es mir, dass mir ein Buch aus einer Trilogie nach knapp der Hälfte so gefällt, dass … aber ich muss etwas ausholen.

Kvothe, der Protagonist, spielt ein Lied über eine tragische Liebesgeschichte. Ein Paar dass einander verliert, wiederfindet und wieder verliert. Die Beschreibung, wie er das Lied trotz aller Widrigkeiten vorträgt und wie er selber und einige der Zuhörer darauf reagieren haben mir selbst beinahe die Tränen in die Augen getrieben. Und ich habe das Lied (das es vermutlich leider gar nicht gibt) noch nicht mal gehört. Ich habe nicht gesehen, wie er mit blutender Hand (die 7. Saite war gerissen und hatte ihm eine blutige Strieme verpasst) und sechs statt sieben Saiten gespielt hat. Und ich habe auch nicht die Erleichterung gesehen, als sich plötzlich doch eine Frauenstimme erhob und den weiblichen Part des Liedes sang. Nichts von alledem.
Und dennoch musste ich beinahe weinen.

„Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss.

[BdB-E-Book-Rezi] Das Land der sterbenden Wolken

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Fantasy Roman. Aufgrund einiger Szenen vielleicht nicht für die Kleinsten Leseratten geeignet. „Das Land der sterbenden Wolken“ von Thomas Lisowsky. Der Dotbooks Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben). Da es sich um ein E-Book im .epub Format handelt, sucht man es bei Amazon vergebens.

Das Buch

… ist wie schon erwähnt ein E-Book. Es ist mein zweites E-Book über das ich eine Rezension schreibe. Sehr gut möglich, dass künftig noch mehr folgen werden. 😉

Und so beginnt es:

„Feuer erhellte den Nachthimmel.
Hunderte Menschen umstanden den weiten Veranstaltungsplatz, der von Laternen in allen Farben eingefasst wurde.“

Zusammenfassung

Kurz: Ein junger unzufriedener Magier und ein alternder Krieger auf Arbeitssuche sind unterwegs auf der Suche.
Etwas länger: Nairod und Raigar sind zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ein junger Magier auf der Akademie der mit seinem Schicksal hadert. Er würde gerne über eine mächtige (sprich: vorzeigbare) Magieform verfügen. Stattdessen kann er nur aufheben, was andere Magier erschaffen haben. Ein Bannmagier. Eine höchst pazifistische Form der Magie, und das ist natürlich nichts für einen jungen Heisssporn. In gelüstet nach mehr, nach Macht. Da fällt ihm ein Buch in die Hand. Ihm, der sich wo immer möglich vor dem Lesen drückt. Aber dieses Buch ist anders. Er legt es nicht aus der Hand, liesst es in einem Rutsch durch. Und es verändert sein Leben.

Raigar ist ein mächtiger Hühne von einem Krieger der in so mancher Schlacht gekämpft hat. Nun ist er des Kämpfens überdrüssig. Zu allem Elend ist der Herrscher zur Überzeugung gelangt, dass alle ehemaligen Söldner und Krieger weggesperrt oder gar getötet gehören. Schliesslich passen sie so gar nicht in sein neues Friedensreich. Raigar lässt sich das aber nicht gefallen und endet schliesslich mit anderen die wie er gejagt werden auf der Flucht. Dabei begeben sie sich in grosse Gefahr, weil sie in das benachbarte Reich eines gefährlichen Nigromanten fliehen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist gut geschrieben. Der Autor schafft es meiner Meinung nach sehr gut den Ratschlag „Show don’t tell“ zu beherrzigen. Man kommt zwar nach und nach, aber trotzdem ziemlich rasch in die Geschichte rein. Auch die beiden Geschichten der Helden sind gut nachvolliehbar  und bildhaft beschrieben. Was mich jedoch ein bisschen gestört hat sind die vielen Figuren. Ein paar weniger hätten dem Roman gut getan. Und was ich persönlich irgendwie nicht verstanden habe ist, warum sich die Geschichten der beiden Helden so gut wie gar nicht überschneiden. Dem „Klappentext“ meinte ich zu entnehmen, dass die beiden aufeinandertreffen und sich aus der Unterschiedlichkeit eine gute Geschichte ergibt. Meiner Meinung nach hat Herr Lisowsky da einiges an Potential verschenkt. Und Raigar kam bei der ganzen Sache auch deutlich besser weg als Nairod fand ich. Nicht, dass Nairods Geschichte langweilig gewesen wäre, mitnichten. Aber irgendwie nimmt zumindest in meiner Erinnerung die Geschichte Raigars einen wesentlich grösseren Teil des Buches in Anspruch.

Fazit:

Irgendwas zwischen 3 und 4 von 5 Sternen. Leider nach meinem Gefühl eher zu 3 tendierend.

Grundsätzlich eine solide und gute Geschichte. Wenn mein erstes Buch auch so rauskommt bin ich zufrieden. 🙂

Titelbild "Das Land der sterbenden Wolken" von Thomas Lisowsky

 

Das Land der sterbenden Wolken
Dotbooks Verlag / 2012 / 414 Seiten – 1,19 MB
Thomas Lisowsky

ISBN: 978-3-943-83577-9

[Rezi] „Die Chroniken von Narnia“ von C.S. Lewis

Die Bücher:

Das Wunder von Narnia, ISBN 3-86506-039-0
Der König von Narnia, ISBN 3-87067-908-5
Der Ritt nach Narnia, ISBN 3-86506-040-4
Prinz Kaspian von Narnia, ISBN 3-86506-101-X
Die Reise auf der Morgenröte, ISBN 3-86506-102-8
Der silberne Sessel, ISBN 3-86506-103-6
Der letzte Kampf, ISBN 3-86506-104-4

Zusammenfassung

Von der Entstehung von Narnia durch das Lied von Aslan dem Löwen (passend, symbolisiert Aslan doch überdeutlich Jesus Christus, den Sohn Davids, den Löwen aus dem Stamm Juda) über verschiedene „Besuche“ von Menschlichen Kindern bis zur Vollendung der Geschichte und dem Untergang der Welt und dem Einzug in die Himmlische Stadt werden die wichtigsten Stationen im Leben eines Christen in Fabelhafter Weise (sorry für das Wortspiel 😉 ) dargestellt.

Meine Meinung

Die Menschen, die über die an manchen Stellen auftauchenden Fabelwesen und Figuren aus Mythologien hinwegsehen können finden in Narnia eine kindgerechte, aber nicht unbedingt kindliche Geschichte mit Inhalt und Tiefgang.

Mein Favorit, der DLF, symbolisiert das, was vermutlich weit mehr der Christen erleben als sie zuzugeben bereit sind. Mein Tipp: Wartet nicht darauf, dass euch der Löwe erst anbrüllen muss 😉 -> LESEN!

[Rezi] „Der Zorn der Trolle“ von Christoph Hardebusch

Das Buch:

Der Zorn der Trolle – Christian Hardebusch – ISBN 3-453-52421-7

Zusammenfassung

Kurz: Troll will dauerhaften Frieden und sucht wiedermal die Hilfe der Menschen
Etwas länger: Kerr, nunmehr seit zwanzig Jahren Anführer der Trolle schaut in die Zukunft und fragt sich, was passiert, wenn er nicht mehr da ist und den Frieden zwischen den „gewöhnlichen“ Trollen und Andas Kindern sichern kann. Er fasst einen gewagten Plan: Er will den Dunkelgeist heilen.
Man lernt neue Menschen und Trolle kennen und trifft alte Bekannte wieder, die teilweise zu Höchstform auflaufen. Auch sind z.B. Stens und Sargans Kinder erwachsen und spielen eine wesentliche Rolle.

Meine Meinung

Die Figuren wirken auf mich richtig plastisch, auch die „Teiltwists“, von denen alle mehr oder weniger zum Endresultat beitragen wirken glaubhaft und leider in einem Fall fast zu „knapp“. Aber lest selber, es lohnt sich.

[Rezi] „Die Schlacht der Trolle“ von Christoph Hardebusch

Das Buch:

Die Schlacht der Trolle – Christian Hardebusch – ISBN 3-453-53270-8

Zusammenfassung

Kurz: Den Trollen droht ein „Bürgerkrieg“ – Der neue Anführer der „guten“ sucht auf Anraten eines Kampfgefährten des alten Anführers Hilfe bei den Menschen.

Etwas länger: Druan, der „alte Anführer“ wird von Anda, einem Mitglied der Troll-Truppe aus dem ersten Buch, getötet weil dieser sich ihr nicht anschliessen will. Anda ist eine Verbindung mit dem „Geist des Landes“ eingegangen und dadurch mächtig und stark geworden. Allerdings auch düster und selbst für Trolle äusserst aggressiv. Kerr, der nur knapp dem Tod durch Anda entging fragt Pard – der grosse Trollkrieger aus dem ersten Band – um Rat. Dieser schlägt vor, Sten um Hilfe zu bitten.

Die Geschichte um Sten und die Trolle geht weiter. Man erfährt einiges über die Lebens- und Denkweise von Trollen und dass sie sich einem ähnlichen Motto verschrieben haben wie z.B. die Marines. Bei ihnen lautet es „Trolle töten niemals Trolle“. Als Anda dieses oberste Gebot missachtet und beginnt alle, die sich ihr nicht anschliessen wollen, zu töten, droht ein Bürgerkrieg auszubrechen.

Kerr, Druans „Schüler“, nimmt grosse Risiken und Strapazen auf sich um dies zu verhindern.

[Rezi] „Die Trolle“ von Christoph Hardebusch

Das Buch:

Die Trolle – Christian Hardebusch – ISBN 3-453-53237-6

Zusammenfassung

Kurz: Mensch hilft Trollen und damit sich und seinen Leuten
Etwas länger: Sten cal Dabrân, ein Widerstandskämpfer wird vom amtierenden Despoten Zorpad Diminu (bitte korrigieren falls falsch geschrieben) in einem Käfig im Wald seinem Schicksal überlassen. Üblicherweise ist dies der Tod, aber Zorpad hat nicht mit den Trollen gerechnet. Sten auch nicht.
Zuerst können sich beide Seiten überhaupt nicht ausstehen, aber nach und nach entwickeln beide Seiten Verständnis und sogar sowas wie Sympathie für einander. Zusammen macht sich die seltsame Truppe auf den Weg um den Sonnenmagiern, die den „Geist des Landes“ für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, das Handwerk zu legen.

Meine Meinung

Wer Fantasy mal aus einer anderen Warte lesen möchte ist mit „Die Trolle“ gut bedient. Man wird langsam an die Charaktere und in die Handlung geführt.
Ich selber habe das Buch „gehört“, was dem Genuss jedoch überhaupt keinen Abbruch tut, im Gegenteil wie ich finde. Der Sprecher macht seine Sache gut und man beginnt nach kurzer Zeit die Figuren an den Stimmen zu erkennen.
Alles in allem ein lohnenswertes Stück Fantasy über und aus der Sicht von Charakteren, die man so noch nicht erlebt hat.

[Rezi] „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende

Also, meine erste Rezension. Das mit dem Titel – dem Rezi-Tag – habe ich in einem anderen Blog gesehen und übernehme das hier indem ich raVens Erlaubnis für dieses „Mini-Plagiat“ voraussetze. 😉

Gut, Die Unendliche Geschichte solls also sein.

Zusammenfassung

Da ist ein schüchterner Junge in vorpubertärem Alter dessen Mutter gestorben ist. Er flüchtet, wohl um dem Schmerz nicht ausgesetzt zu sein, in die Traumwelt der Literatur. Er kann das gut, zu gut wie wohl seine Lehrer und auch sein Vater finden. Dieser Junge hat Probleme mit einigen seiner Mitschüler, weil sie in ihm natürlich das ideale Opfer sehen: Klein, belesen, unsportlich.
Nach der Schule kommt es wiedermal zu einem Gerangel mit dem Grossmaul der Klasse und dessen Mitläufern. Schliesslich flüchtet er sich in einen antiquarischen Buchladen wo er den kauzigen Besitzer kennenlernt der in einem geheiminsvollen Buch liesst. Nach einem kurzen „Schlagabtausch“ leiht sich der Junge das Buch ungefragter Weise aus und versteckt sich auf dem Dachboden der Schule.
Dort erlebt er dann DAS Abenteuer seines Lebens, in dem er nicht nur Teil, sondern auch Mitgestalter einer Welt namens Fantasien wird. Einer Welt, die in einem Buch beschrieben wird, das er grade liesst und ihm auch seine eigene Geschichte erzählt.
Wie es weitergeht? Na, dies ist eine andere Geschichte, und soll ein ander Mal erzählt werden … 😉

Meine Meinung

Ich finde das Buch lesenswert. Allerdings würde ich es keinem Kind in die Hand geben, das nicht bereits in der Lage ist zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Ich muss wohl damals bereits alt genug gewesen sein, denn wenn ich irgendwo ein tiefes Schnauben oder Stöhnen höre rechne ich nicht damit, dass mir die uralte Morla gleich einen Vortrag halten wird … 😉