Fotoalbum und „Am Fluss unter den Weiden“

Das sind meine zwei aktuellen Buchbinde- bzw. Buchrestaurationsarbeiten.

Zum Fotoalbum gibt es sogar schon Bildmaterial:

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Jetzt kommt der – für mich – schwierige Teil: Der Einband

Und das zweite wäre die „Restauration“ eines Kinderbuch Klassikers. Da ist der Rücken gerissen und einige Seiten ausgefallen. Dürfte interessant und lehrreich, aber nicht einfach werden.
Bilder dazu folgen noch.

Update: Hier nun also die Bilder des Kinderbuches.

Hier in Bild 1 sieht man den defekten Rücken

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Bild 2 zeigt ein paar der losen Seiten

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Auf Bild 3 sieht man die Versuche, eine einzelne lose Seite am Buch zu befestigen. Es wurden dazu Klebebandschleifen verwendet. Es hat gehalten, aber ich hoffe ich kriege sie ohne die Seite zu beschädigen wieder runter.

Am-Fluss-unter-den-Weiden03

Das sind nun also meine ersten Gehversuche in der Restauration eines Buches. Vermutlich werde ich viel von diesem nahezu unsichtbaren Buchbinderklebeband benötigen.

Ich habe mich auch entschlossen die beiden Projekte auf separaten Seiten weiter zu beschreiben.

Ausstehende Rezis

Nach dem Umzug der Büchersparte von Instausendste zu DieBuecher habe ich gemerkt, wie viele „Draft-Rezis“ ich noch habe. Also habe ich mich hingesetzt und mir mal überlegt, welche Bücher ich in den letzten paar Jahren gelesen und/oder gehört, aber noch nicht rezensiert habe. Es ist eine ganze Menge. Hier mal eine – vermutlich nicht ganz vollständige – Liste:

  • Der Kleine Hobbit – Tolkien, J.R.R.
  • Herr der Ringe – Tolkien, J.R.R.
  • Die Gilde der Schwarzen Magier – Novizin – Canavan, Trudi
  • Die Gilde der Schwarzen Magier – Rebellin – Canavan, Trudi
  • Die Gilde der Schwarzen Magier – Meisterin – Canavan, Trudi
  • Harry Potter und der Stein der Weisen – Joanne K. Rowling
  • Harry Potter und die Kammer des Schreckens – Joanne K. Rowling
  • Harry Potter und der Gefangene von Askaban – Joanne K. Rowling
  • Harry Potter und der Feuerkelch – Joanne K. Rowling
  • Riss im Weltraum (Sternenschiff Marion 1) – Gerloff, Michael
  • Planetentausch (Sternenschiff Marion 2) – Gerloff, Michael
  • American Gods – Gaiman, Neil
  • Feuervolk – Harris, Joanne
  • Die Stadt der träumenden Bücher – Moers, Walter
  • Ensel und Krete – Moers, Walter
  • Eine Insel – Pratchett, Terry
  • Tintenherz – Funke, Cornelia
  • Tintenblut – Funke, Cornelia
  • Tintentod – Funke, Cornelia
  • Die Farben der Magie (Scheibenwelt 01) – Pratchett, Terry
  • Das Licht der Phantasie (Scheibenwelt 02) – Pratchett, Terry
  • Das Erbe des Zauberers (Scheibenwelt 03) – Pratchett, Terry
  • Gevatter Tod (Scheibenwelt 04) – Pratchett, Terry
  • Der Zauberhut (Scheibenwelt 05) – Pratchett, Terry
  • MacBest (Scheibenwelt 06) – Pratchett, Terry
  • Pyramiden (Scheibenwelt 07) – Pratchett, Terry
  • Wachen! Wachen! (Scheibenwelt 08) – Pratchett, Terry
  • Eric (Scheibenwelt 09) – Pratchett, Terry
  • Voll im Bilde (Scheibenwelt 10) – Pratchett, Terry
  • Nur du kannst die Menschheit retten (Johnny Maxwell 1) – Pratchett, Terry
  • Nur du kannst sie verstehen (Johnny Maxwell 2) – Pratchett, Terry
  • Nur du hast den Schlüssel (Johnny Maxwell 3) – Pratchett, Terry
  • Hyperion – Simmons, Dan
  • Der Sturz von Hyperion – Simmons, Dan
  • Endymion: Pforten der Zeit – Simmons, Dan
  • Endymion: Die Auferstehung – Simmons, Dan
  • Der Metamorph (Kantaki Universum 2) – Brandhorst, Andreas
  • Der Zeitkrieg (Kantaki Universum 3) – Brandhorst, Andreas
  • Spektrum – Lukjanenko, Sergei
  • Snow Crash – Stephenson, Neal
  • Cryptonomicon – Stephenson, Neal
  • mord.net – Öhrlund, Dag
  • Der letzte Traumwanderer: Pandaemonia – Lode, Christoph
  • Die Stadt der Seelen: Pandaemonia – Lode, Christoph
  • Phoenixfeuer: Pandaemonia – Lode, Christoph
  • Kinder des Nebels (Mistborn 1) – Sanderson, Brandon
  • Krieger des Feuers (Mistborn 2) – Sanderson, Brandon
  • Herrscher des Lichts (Mistborn 3) – Sanderson, Brandon
  • Jäger der Macht (Mistborn 4) – Sanderson, Brandon
  • Ein Feuer auf der Tiefe – Vinge, Vernor
  • Der Gewissensfall – Blish, James
  • Der Weg der Könige – Sanderson, Brandon
  • Der Pfad der Winde – Sanderson, Brandon
  • Die Stadt – Brandhorst, Andreas
  • Das Schiff – Bear, Greg
  • Fermats letzter Satz – Singh, Simon
  • Das Geheimnis von Askir: Das erste Horn – Schwartz, Richard
  • Das Geheimnis von Askir: Die zweite Legion – Schwartz, Richard
  • Das Geheimnis von Askir: Das Auge der Wüste – Schwartz, Richard
  • Das Geheimnis von Askir: Der Herr der Puppen – Schwartz, Richard
  • Das Geheimnis von Askir: Die Feuerinseln – Schwartz, Richard
  • Das Geheimnis von Askir: Der Kronrat – Schwartz, Richard
  • Die Götterkriege: Die Rose von Illian – Schwartz, Richard
  • Die Götterkriege: Die weiße Flamme – Schwartz, Richard
  • Die Götterkriege: Das blutige Land – Schwartz, Richard
  • Die Götterkriege: Die Festung der Titanen – Schwartz, Richard
  • Die Zeit-Odyssee 1: Die Zeit-Odyssee – Clarke, Arthur C. & Baxter, Stephen
  • Zero – Elsberg, Marc
  • Die Zeit-Odyssee 2: Sonnensturm – Clarke, Arthur C. & Baxter, Stephen
  • Die Zeit-Odyssee 3: Wächter – Clarke, Arthur C. & Baxter, Stephen
  • Das Buch der verlorenen Dinge – Connolly, John
  • Elantris – Sanderson, Brandon
  • Harry Dresden 1 – Sturmnacht –  Butcher, Jim
  • Harry Dresden 2 – Wolfsjagd – Butcher, Jim
  • Harry Dresden 3 – Grabesruh – Butcher, Jim
  • Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag – Rothfuss, Patrick
  • Liebe wächst wie ein Baum – Oke, Janette
  • Die Götterkriege: Die Festung der Titanen – Schwartz, Richard
  • Die Furcht des Weisen Teil 1: Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag – Rothfuss, Patrick
  • Die Furcht des Weisen Teil 2: Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag – Rothfuss, Patrick
  • Die Zeitverschwörung 1 – Imperator – Baxter, Stephen
  • Was jeder vom Judentum wissen muss – Kayales, Christina
  • Die Maschinen – Leckie, Ann
  • Der träumende Sucher (Sternenschiff Marion 3) – Gerloff, Michael
  • Das Labyrinth der träumenden Bücher – Moers, Walter

Die Liste ist mehr oder weniger chronologisch. Einige (Hör)Bücher fehlen noch. Und ich werde kaum in den nächsten Tagen dazu kommen, sie alle aufzuarbeiten. Allerdings werden sie nach und nach eingepflegt. Ihr dürft also gespannt sein. 😉

Mein SUB und die Tageslänge

Bei uns in der Stadt gibt es einen Laden, eine „Bücherbrocky“. Ja, das ist genau das wonach es sich anhört. Ein Laden mit ganz vielen Quadratmetern (keine Ironie) und übermannshohen Regalen, voll mit allem erdenklichen Lesestoff.

Das Gemeine ist, es hilft nicht dabei meinen SUB zu verkleinern. Im Gegenteil. Was das mit der Tageslänge zu tun hat dürfte jedem klar sein. Ich könnte locker pro Tag einen dranhängen. Vermutlich wäre das immernoch nicht genug. Vielleicht würde es sich dann aber wenigstens die Waage halten.

Jammern auf hohem Niveau, schon klar. Aber wenn wir Bücher haben und es uns eigentlich auch sonst gut geht bleiben uns ja nur die „first world problems“, oder? 😉

Jedenfalls muss ich mir künftig ein Alternativprogramm für die Mittagszeit überlegen … Essen wäre doch eine Möglichkeit. Und dabei Lesen. Eine gute Idee, aber wo es doch so viele tolle Bücher gibt …

[BdB-Rezi] Isch geh Schulhof

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Eine Mischung aus Teilen einer Autobiographie, Sachbuch, Zustandsbeschreibung deutscher Schulen in der Hauptstadt und Selbstfindung eines Lehrers, der doch keiner ist. Und irgendwie halt doch. „Isch geh Schulhof“ von Philipp Möller. Der Bastei Lübbe war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

Es ist ein Paperback mit einem Jungen im Graffiti Comic Style der auf einem Handy rumtippt oder -spielt. Dieses sehr schön gemachte Cover vermittelt einen guten ersten Eindruck dessen, mit welchen Menschen man es während der nächsten Tage des Lesens hauptsächlich zu tun bekommen wird.

Und so beginnt es:

„Der öffentliche Nahverkehr in Berlin ist immer eine Reise wert. Mit ein bisschen Glück kann man bei einer Fahrt mit den Verkehrsmitteln der Hauptstadt filmreife Szenen erleben.“

Zusammenfassung

Kurz: Herr (oder – Achtung Insider/Spoiler – Frau) Mülla geht freiwillsch Tigergrube. Vallah, dem krasse Typ überlebt.
Etwas länger: Philipp Möller ist Assistent der Schulleitung einer Berliner Schule. Als er dann die Möglichkeit erhält, an genau dieser Schule als Assistenzlehrer anzufangen geht er davon aus, dass es ihm als quasi Insider doch irgendwie leichter fallen müsste, diesen Job zu übernehmen. Er hat sich geirrt. Ohne sich jedoch davon beirren zu lassen zieht er das ganze während zwei unsicheren (welcher Assi Lehrer hat schon einen unbefristeten Vertrag?) Jahren durch. Er mausert sich zu einer Respektsperson für die meist sehr bildungsfernen Kids und findet heraus, dass zumindest einige lernen können und davon widerum einige sogar wollen, wenn man es nur richtig angeht. Aber irgendwann platzt selbst dem nettesten Menschen der Kragen …

Meine Meinung:

Herr Möller bringt seine Weltanschauung immer wieder zum Ausdruck (er ist Atheist), was er auch darf und können soll. Was jedoch unnötig ist, ist die Verunglimpfung jener Anschauungen, die von seiner abweichen bzw. ihrerseits einen Absolutheitsanspruch erheben. Es kam mir manchmal so vor, als ob er Glaube und Religion für die Bildungsmisere verantwortlich machen wolle. Das tut er nicht, und er erwähnt auch die tatsächlichen Gründe wie z.B. Sparwut an den falschen Stellen. Jedoch blieb mir persönlich immer ein schaler Nachgeschmack wenn er wieder mal gegen Religion gewettert hat. Soviel dazu.
Das Buch wird als witzig beworben. Ich musste häufiger den Kopf ob der anscheinend katastrophalen Bildungssituation an offenbar nicht wenigen Schulen schütteln. Lächeln jedoch nur selten, von Lachen ganz zu schweigen. Das, soviel habe ich zwischenzeitlich über den tatsächlichen Einfluss eines Autoren gelernt, ist jedoch kaum Herrn Möllers Schuld.
Der Stil ist dem Thema nicht ganz unangemessen locker, bisweilen flapsig. Ich vermute dahinter den Humor des Verzweifelnden. Jedenfalls wäre es mir sicherlich so ergangen. Eine solche Situation hält man kaum länger als ein halbes Jahr nur mit „Gutmenschsein“ aus. Dazu braucht es vielmehr Humor, ein ungeheuer dickes Fell und einen Glauben daran, dass die Menschen nicht einfach schlecht sind, von dem sich viele gläubige Menschen ein Stück abschneiden können. Obwohl sich Herrn Möllers Weltanschauung überhaupt nicht mit meiner vereinbaren lässt muss und kann ich ihm für seine Leistung Anerkennung zollen. Wenn es mehr solche Lehrer gäbe (geben könnte, denn irgendwer muss sie ja auch bezahlen), sähe es an den Schulen anders aus.

Fazit:

Wer sich einen nicht immer todernsten Überblick über die Zustände an Deutschen Schulen verschaffen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Etwas zurückhaltende Kaufempfehlung und zwischen 3 und 4 von 5 Sternen. Zu 4 hin tendierend.

Isch geh Schulhof
Bastei Lübbe / 2012 / 368
Philipp Möller
ISBN: 978-3-404-60696-2

NaNoWriMo die 2., oder: Wie schreibe ich ein paar Kurzgeschichten in 30 Tagen? – Teil 3

Es hat nicht gereicht. Es war sogar noch deutlich weniger als im letzten Jahr. Aber es ist rum und wir können nun wieder in die Normalität zurückkehren.

Was habe ich gelernt? Einiges. Zum Beispiel, dass ich manche Sachen lieber von Hand schreibe. So schaffe ich dann mühelos 300 Wörter pro Tag. Das ist nicht viel, schon klar. Aber ich glaube ich muss mir eingestehen, dass „Kleinvieh macht auch Mist“ eines meiner Mottos, Motti, Motten (was ist die Mehrzahl von Motto?) für’s Schreiben werden wird.

Planung ist nötig. Das habe ich auch begriffen. Ich werde mich künftig also mal so richtig mit 3 Akt, 7 Punkt etc beschäftigen müssen. Ich kann zwar schön vor mich hinschwafeln wenn ich aus dem Bauch heraus schreibe, aber eine Geschichte kommt dadurch nicht zustande. Geschweige denn ein Roman. Gutes Beispiel aus der Praxis: Seit über 2 Jahren versuche ich nun eine Geschichte über eine … – naja, eine Geschichte halt – zu schreiben. Ich pack’s irgendwie nicht. Vor kurzem habe ich dann angefangen, die ersten groben Ideen mal meiner grossen Kleinen zu erzählen. Natürlich war es holprig und ich musste dauernd improvisieren. Aber sie hörte mir zu. Und sie wollte mehr. Jeder schreibende Vater wird nachvollziehen können, wie man sich dabei fühlt. Erklären kann ich es jetzt grade nicht. Nur soviel: Dieses Gefühl ist der Hammer! Trotzdem habe ich gemerkt, dass ich wissen muss wohin die Reise geht.

Wieder einmal habe ich also im November etwas über das Schreiben gelernt. Und das ist auch der NaNoWriMo. Nicht nur die 50’000 und der Spass. Wenn man offen an die Sache rangeht lernt man auch dazu.

In diesem Sinne: Bis zum NaNoWriMo 2013!

NaNoWriMo die 2., oder: Wie schreibe ich ein paar Kurzgeschichten in 30 Tagen? – Teil 2

Also, den Schnitt von 1667 Wörtern pro Tag erreichen zu wollen habe ich längst aufgegeben. Vermutlich schneide ich sogar noch schlechter ab als letztes Jahr. Und soll ich euch noch was sagen? Das ist mir egal. 😉

Es ist nämlich so. Beim Versuch Wörter runter zu reissen sind mir zwei Dinge aufgefallen:

1. Es ist zwar nett ganz viele Wörter zu schreiben. Aber die Hälfte bis zwei Drittel davon sind eh Schrott …

2. Ich habe mit einer Kurzgeschichte, die, oder besser deren Titel, mir schon lange im Kopf rumspukt das Experiment unternommen, mal wieder von Hand zu schreiben. Ich hätte das nie gedacht, aber es kommt mir vor, als ob das Geschriebene eine ganz andere Qualität hat. Mal abgesehen davon, dass ich mich nicht so oft verschreibe wie vertippe. Ich meine es war Gregor Fischer, der mir seit längerem erstmals wieder den Floh in den Kopf gesetzt hat mit der Hand zu schreiben. Also, mit dem Stift eigentlich. Denn mit den Händen schreibe ich auch jetzt.

Und das habe ich gemacht. Natürlich komme ich so nie auf die geforderten 1667 Wörter, geschweige denn noch mehr. Aber mich will das Gefühl nicht los lassen, dass es sich hierbei um „besseren“ Text handelt. Natürlich ist das subjektiv und keine Aufforderung an andere das nachzumachen. Aber eine Empfehlung ist es schon. Probiert’s mal wieder aus. Kommt gar nicht schlecht. Und vermutlich spielt sogar die Wahl des Schreibutensils eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Meine aktuelle Kurzgeschichte auf jeden Fall, die wird von Hand geschrieben. Sch… auf den Wordcount.

NaNoWriMo die 2., oder: Wie schreibe ich ein paar Kurzgeschichten in 30 Tagen?

Ziel ist es, während 30 Tagen 50’000 Wörter zu schreiben. Nicht einfach Nonsens, es soll schon eine Geschichte sein. Oder wie in meinem Fall mehrere Kurze. Kurzgeschichten also.

Mein aktuelles Projekt heisst bezeichnenderweise auch Anthologie
Dort kann man auch gleich den täglichen Fortschritt überwachen.

Soviel mal dazu. Viel wird hier in den nächsten Tagen nicht zu lesen sein. Jedes Wort hier ist ein Wort weniger dort. Und das muss während des NaNoWriMo ja nicht sein, oder? 😉

[BdB-E-Book-Rezi] Das Land der sterbenden Wolken

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Fantasy Roman. Aufgrund einiger Szenen vielleicht nicht für die Kleinsten Leseratten geeignet. „Das Land der sterbenden Wolken“ von Thomas Lisowsky. Der Dotbooks Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle.

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben). Da es sich um ein E-Book im .epub Format handelt, sucht man es bei Amazon vergebens.

Das Buch

… ist wie schon erwähnt ein E-Book. Es ist mein zweites E-Book über das ich eine Rezension schreibe. Sehr gut möglich, dass künftig noch mehr folgen werden. 😉

Und so beginnt es:

„Feuer erhellte den Nachthimmel.
Hunderte Menschen umstanden den weiten Veranstaltungsplatz, der von Laternen in allen Farben eingefasst wurde.“

Zusammenfassung

Kurz: Ein junger unzufriedener Magier und ein alternder Krieger auf Arbeitssuche sind unterwegs auf der Suche.
Etwas länger: Nairod und Raigar sind zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ein junger Magier auf der Akademie der mit seinem Schicksal hadert. Er würde gerne über eine mächtige (sprich: vorzeigbare) Magieform verfügen. Stattdessen kann er nur aufheben, was andere Magier erschaffen haben. Ein Bannmagier. Eine höchst pazifistische Form der Magie, und das ist natürlich nichts für einen jungen Heisssporn. In gelüstet nach mehr, nach Macht. Da fällt ihm ein Buch in die Hand. Ihm, der sich wo immer möglich vor dem Lesen drückt. Aber dieses Buch ist anders. Er legt es nicht aus der Hand, liesst es in einem Rutsch durch. Und es verändert sein Leben.

Raigar ist ein mächtiger Hühne von einem Krieger der in so mancher Schlacht gekämpft hat. Nun ist er des Kämpfens überdrüssig. Zu allem Elend ist der Herrscher zur Überzeugung gelangt, dass alle ehemaligen Söldner und Krieger weggesperrt oder gar getötet gehören. Schliesslich passen sie so gar nicht in sein neues Friedensreich. Raigar lässt sich das aber nicht gefallen und endet schliesslich mit anderen die wie er gejagt werden auf der Flucht. Dabei begeben sie sich in grosse Gefahr, weil sie in das benachbarte Reich eines gefährlichen Nigromanten fliehen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist gut geschrieben. Der Autor schafft es meiner Meinung nach sehr gut den Ratschlag „Show don’t tell“ zu beherrzigen. Man kommt zwar nach und nach, aber trotzdem ziemlich rasch in die Geschichte rein. Auch die beiden Geschichten der Helden sind gut nachvolliehbar  und bildhaft beschrieben. Was mich jedoch ein bisschen gestört hat sind die vielen Figuren. Ein paar weniger hätten dem Roman gut getan. Und was ich persönlich irgendwie nicht verstanden habe ist, warum sich die Geschichten der beiden Helden so gut wie gar nicht überschneiden. Dem „Klappentext“ meinte ich zu entnehmen, dass die beiden aufeinandertreffen und sich aus der Unterschiedlichkeit eine gute Geschichte ergibt. Meiner Meinung nach hat Herr Lisowsky da einiges an Potential verschenkt. Und Raigar kam bei der ganzen Sache auch deutlich besser weg als Nairod fand ich. Nicht, dass Nairods Geschichte langweilig gewesen wäre, mitnichten. Aber irgendwie nimmt zumindest in meiner Erinnerung die Geschichte Raigars einen wesentlich grösseren Teil des Buches in Anspruch.

Fazit:

Irgendwas zwischen 3 und 4 von 5 Sternen. Leider nach meinem Gefühl eher zu 3 tendierend.

Grundsätzlich eine solide und gute Geschichte. Wenn mein erstes Buch auch so rauskommt bin ich zufrieden. 🙂

Titelbild "Das Land der sterbenden Wolken" von Thomas Lisowsky

 

Das Land der sterbenden Wolken
Dotbooks Verlag / 2012 / 414 Seiten – 1,19 MB
Thomas Lisowsky

ISBN: 978-3-943-83577-9

Neues Lesen

In einem früheren Beitrag habe ich mir ja überlegt, vielleicht einen Kindle zu kaufen. Zumindest vorläufig habe ich mich allerdings umentschieden.

Die Vorgeschichte

Es war einmal vor etwa zweieinhalb Jahren, da besass ich einen PRS-505 von Sony. Das Ding war langsam, das Display „matschig“ (im Sinne von „Wenn die Sonne draufscheint sehe ich darauf weniger vom Text als auf einem auf Hochglanz polierten Spiegel) und das einzig einfache und intuitive an seiner Bedienung war der Stromschalter.

Die Gegenwart

Seit einigen Wochen überlege ich mir ernsthaft einen EBook Reader zu kaufen. Nur: Welches Modell? Zu kaufen gibt es die meisten EBooks natürlich bei Amazon. Aber reicht das? Der Kindle kommt nämlich nicht oder nur unzureichend mit .pdf und .epub Files zurecht. Ja, das Kindle-Lese-Universum ist äusserst komfortabel, aber reicht das? Ich habe einige .pdf Files auf meiner Festplatte (Rollenspiel, freie Werke, beruflich relevante Dokumente) die ich gerne mobil haben möchte. „Jahaa, du hast doch ein Smartphone oder einen Laptop. Wo ist das Problem?“ Ja, wo ist es? Ganz einfach: Viel zu klein um vernünftig lesen zu können und viel zu schwer um vernünftig …

Und dann war da dieses Angebot. Ein Sony PRS-T2 für weniger als € 100.-. Neu und inklusive sechs Bücher (drei davon aus einem vorgegebenen Pool wählbar. Zugeschlagen.

Erste Erfahrung

Wo ich früher in der Zeit, die der Reader brauchte um umzublättern eine halbe Seite gelesen hätte, ist der Reader heute schneller als ich eine echte Seite umblättern könnte. Er ist intuitiv bedienbar, wozu sicher der Tochscreen und die wenigen grundlegenden Hardware Buttons beitragen (Vorblättern, Zurückblättern, Home, Back, Menu).

Erstaunt war ich über die Möglichkeit Notizen zu machen. Entweder mit einer OnScreen Tastatur oder handschriftlich mit einem mitgelieferten Stift. -> Kleiner Kritikpunkt: Der Stift lässt sich nicht am Gerät befestigen.

Software

Ich bin ja kein Freund von DRM. Ich habe noch nicht ausprobiert, ob ich mit Calibre auch DRM-geschützte EBooks auf’s Gerät bekomme. Falls ja ist die mitgelieferte Software ganz schnell gelöscht. Wenn man wie ich öfter mit gewöhnlichen .pdf Files zu tun hat, wird man die Möglichkeiten die einem Calibre bietet sehr zu schätzen wissen und bald nicht mehr missen wollen. Darauf möchte ich hier allerdings nicht näher eingehen.

Erstes Fazit

Nach einer guten Woche lässt sich natürlich noch nicht soviel sagen. Aber ein Bisschen. Das Gerät ist leicht, ich kann tatsächlich auch bei Sonnenschein noch lesen usw. Es ist nicht perfekt, aber wie Carl Jung so schön gesagt hat: „Perfection belongs to the Gods; the most we can hope for is excellence.“ („Perfektion ist den Göttern vorbehalten, wir können nur auf Vorzüglichkeit hoffen.“ Sorry, ich habe versucht „excellence“ zu übersetzen … Wenn jemand eine passendere Übersetzung kennt, bitte in die Kommentare damit.)

Verglichen mit dem alten PRS-505 scheint sich Sony an diesem Ziel zu orientieren. Was kann man mehr erwarten?

 

Ich freue mich auf eure Kommentare.

[BdB-Rezi] Vakuum

Wieder einmal eine Rezi die ich euch, meinen lieben Lesern, aufgrund der guten Idee hinter der Seite Blogg dein Buch präsentieren kann.

Ein Roman, eine Mischung aus Jugendbuch und Thriller. Ein Jugend-Thriller also. „Vakuum“ von Antje Wagner. Der bloomoon Verlag war diesmal so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Meinen Dank an dieser Stelle. Mein Dank geht aber auch an die Autorin, Antje Wagner, die die Rezensionsexemplare mit einer Widmung versehen hat. Finde ich ein nettes Detail und macht ein Buch gleich viel „sympathischer“

Zu Kaufen gibt es dieses Buch beim Verlag direkt (siehe link oben) oder auch bei Amazon

Das Buch

… ist ein Hardcover. Schon mal ein Plus. Ich liebe Hardcover. Ich weiss, was ein gebundenes Buch – zumindest wenn man es von Hand macht – für einen Aufwand bedeutet. Das Coverbild stimmt wunderbar auf die bedrückende Stimmung ein.

Und so beginnt es:

„Die Sirene heulte los.
Kora war noch nicht fertig. Nur noch fünf Bahnen. Höchstens sechs.“

Zusammenfassung

Kurz: Für ein paar Jugendliche steht plötzlich die Zeit still und sie müssen herausfinden, was los ist.
Etwas länger: Kora macht eine Lehre als Malerin. Das ist Arbeit, und Arbeit ist gut. Denn in der Zelle ist es nur eng und langweilig. Tamara sucht ein Stück ihrer Vergangenheit. Plötzlich bleibt der Zug nach Mannheim stehen und sie wacht auf. Alissa und Leon stehen nach einem kurzen Nickerchen ohne ihre Freunde auf einer Insel in einem Naturschutzgebiet. Hannes, ein ehamliger BMX-er, ist wie besessen von Strassenschildern. Jeden Abend um Punkt 20:30h kontrolliert er ein paar selbst aufgestellte Schilder beim Golfplatz. Sie alle sind so verschieden wie man nur sein kann. Und sie alle verbindet etwas. Etwas Einzigartiges, Geheimnisvolles.

Meine Meinung:

Zuerst wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Zeit bleibt stehen … hm. Und dann? Aber sehr schnell habe ich gemerkt, dass das Thema „Zeit“ nicht das Zentrum der Geschichte ist. Es sind die fünf Jugendlichen. Beziehungsweise das, was sie miteinander verbindet. Ich kann ohne zu spoilern leider nicht viel sagen, aber das Ende ist auf jeden Fall überraschend, nicht vorhersehbar. Und trotzdem stimmig. Anders.
Nur soviel: Es geht um das Alleinsein und um etwas, das weit über gewöhnliche Freundschaft hinausgeht. Und darum, dass man seinem Schicksal nicht einfach ergeben ist, sondern, egal in welcher Lage man sich befindet, etwas verändern kann.
Ein gutes Buch für Jugendliche ab einem gewissen Alter. Es geht zuweilen heftig zur Sache und es werden ernste Themen angesprochen. Trotzdem wird nichts aus blosser Sensationsgier ausgeschlachtet.
Das Buch ist gut und spannend geschrieben. Ich brauchte nicht mal eine Woche um es zu lesen.

Fazit:

Ich schwankte zwischen 4 und 5 Sternen. Letztlich müssen es aber fünf sein, weil mich – nach kurzem Nachdenken – das Ende tatsächlich gänzlich überzeugt hat.
Also: 5 von 5 Sternen und Kaufen.

Vakuum
bloomoon Verlag / 2012 / 304 Seiten
Antje Wagner
ISBN: 978-3-827-05437-1