Notizbücher

Tochter 1 ist fleissig am Malen und schreibt auch einige Worte schon, hauptsächlich Namen von Personen.
Um immer etwas zu haben, mit dem sie ihre kreativen Schübe kanalisieren kann, habe ich ihr im Eifer des Gefechts versprochen, auch ein Buch zu machen. Nachdem sie das Fotoalbum gesehen hatte, wollte sie auch sowas haben.

Folgendes ist dabei rausgekommen:

Der Buchblock des grossen Notizbuches für Tochter 1 mit Buchdeckel/-rücken aus ca. 1 mm starkem Karton.

Notizbuch T1 - Block und Buchrücken/-deckel

Das Papier, mit dem alles eingebunden werden soll ist zugeschnitten und bereit eingeleimt zu werden.

Notizbuch T1 - Einband zum Leimen vorbereitet

Über Nacht zuerst der Einband und eine Nacht später dann das Buch mit dem Einband gepresst, damit es auch schön hält.

Notizbuch T1 - Fertig, liegend mit Lesezeichen.

Es wird bereits rege benutzt. 🙂

Notizbuch T1 - Offen, mit ersten Zeichnungen

Das ganze nun eine Stufe kleiner für Tochter 2 und diesmal mit Buchdeckel und -rücken separat, wie beim Fotoalbum. Das gleiche Einbandpapier.

Notizbuch T2 - Fertig, stehend

Nochmal aus anderer Perspektive

Notizbuch T2 - Fertig, liegend

Buchbindeprojekt Nr. 1: Fotoalbum – Was lange währt …

Bild 1 zeigt die Einzelteile. Den Buchblock kennen wir ja schon aus dem Post von vor einiger Zeit *hüstel* Im Hintergrund meine Werkzeuge, die zur Zeit noch fast komplett in diese schmucke Ledertasche passen.

Buchdeckel und Einband

 

Hier sieht man den Einband mit dem Rücken und den Deckeln verleimt. Leider habe ich mich ein kleines Bisschen verschätzt was die Grösse des Stoffes angeht. An drei von vier Ecken kann man kleine Lücken erkennen. Ich wollte die Ecken dann mit Leder einfassen, aber das war auch nach dem Schärfen nicht dünn genug. Meine Frau hatte jedoch den rettenden Einfall.

Buchdeckel und Einband - Geleimt

 

Buchbinderleinen, von dem ich, ohne es zu wissen, eine ganze Rolle habe. Also schnell einen Streifen abgeschnitten, in vier ca. 11 cm lange Streifen geschnitten, mit Leim bestrichen, auf die Ecken geklebt und beschwert, damit sie auch kleben bleiben.

Buchdeckel und Einband - Geleimt, mit Ecken

 

Jo, und irgendwo habe ich gesehen, dass man die einzelnen Lagen dann noch mit Gaze verbinden soll. Aussen einem Buchzeichen das damit besser befestigt werden soll erkenne ich aber keinen wirklichen Vorteil.

Buchblock mit Gaze

 

So sieht es dann aus, wenn der Buchblock mit der jeweils ersten oder letzten Seite an den Deckeln angeleimt ist, nach dem Pressen.

Buchblock und Einband zusammengeklebt

 

Das fertige Album. Ein Hochzeitsgeschenk für Freunde. Ein bisschen spät zwar, aber dennoch ein Erfolg. Zumindest was die Freude der Beschenkten angeht. Mussten ja auch fast fünf Jahre darauf warten … 😉

Buchblock und Einband zusammengeklebt - Geschlossen

 

Und von oben. Man erkennt beim Buchrücken eine leichte Unregelmässigkeit. Beim Pressen nach dem Verleimen von Buchblock und Einband/Deckel hatte ich es versäumt, den Rücken auszusparen. Irgendwie hat es mir den ein wenig verschoben.

Buchblock und Einband zusammengeklebt - Aufgestellt

 

Warum ich so lange gebraucht habe bis es endlich fertig wurde ist mir inzwischen zum Teil klar geworden: Ich hatte Schiss es zu versauen. Nähen und falzen waren vergleichsweise unspektakulär. Aber vor dem Einband hatte und habe ich immernoch Respekt. DAS sauber hinzukriegen erscheint mir nach wie vor als der schwierigste Teil.

In der Zwischenzeit habe ich jedoch noch zwei weitere Bücher fertiggestellt und kann sagen, dass mit der Übung auch die Erfahrung kommt. Noch etwas Theorie nachholen und dann sollte es gut sein. Es kann also auch deutlich schneller gehen. Fünf Jahre für ein halbes Fotoalbum oder drei Tage für zwei Notitzbücher und die zweite Hälfte des Fotoalbmus. Könnte ich mich daran gewöhnen. 😉

Buchbindeprojekt Nr. 2: Restauration „Am Fluss unter den Weiden“

Das hier wird auch nicht leicht.

Hier in Bild 1 sieht man den defekten Rücken
Am-Fluss-unter-den-Weiden001

Bild 2 zeigt ein paar der losen Seiten
Am-Fluss-unter-den-Weiden002

Auf Bild 3 sieht man die Versuche, eine einzelne lose Seite am Buch zu befestigen. Es wurden dazu Klebebandschleifen verwendet. Es hat gehalten, aber ich hoffe ich kriege sie ohne die Seite zu beschädigen wieder runter.
Am-Fluss-unter-den-Weiden003

Klar, ich könnte einfach den Rücken ganz wegschneiden und ihn z.B. durch einen Leinenrücken ersetzen. Ich wollte halt soviel Originalmaterial bewahren wie möglich.

Bei Tulibri.de habe ich eine Anleitung gefunden, wie ich zumindest einen Kompromiss herbeiführen könnte. Ich werde mir heute mal ein Übungsbuch besorgen und diese Teilrestaurierung in Angriff nehmen. Hoffentlich klappt das. Schliesslich soll das Buch noch ein paar Mal vorgelesen werden.

Bleiben dann nur noch die losen Seiten.

Buchbindeprojekt Nr. 1: Fotoalbum

In Bild 1 sieht man die losen, aber bereits in der Mitte gefalteten Bögen
Fotoalbum-01

In Bild zwei ist der „Abstandhalter“ (ich weiss nicht wie man bei den üblichen Fotoalben dieses Teil nennt, dass die einzelnen Bögen etwas auf Abstand zueinander hält) zu sehen. Das war der mühsamste Teil der bisherigen Arbeit. Die schmalen Streifen so exakt wie möglich gerade zu falzen … trivial ist anders. Jedenfalls für einen Anfänger wie mich.
Fotoalbum-02

Auf Bild drei sind die Bögen und der „Abstandhalter“ ge- und verbunden. Ein bisschen stolz und erleichtert war ich damals schon, als ich diesen Teil der Arbeit hinter mir hatte.
Fotoalbum-03

Und hier das Ganze noch aufgefächert.
Fotoalbum-04

Bald geht es (hoffentlich) weiter.

Fotoalbum und „Am Fluss unter den Weiden“

Das sind meine zwei aktuellen Buchbinde- bzw. Buchrestaurationsarbeiten.

Zum Fotoalbum gibt es sogar schon Bildmaterial:

03020401

Jetzt kommt der – für mich – schwierige Teil: Der Einband

Und das zweite wäre die „Restauration“ eines Kinderbuch Klassikers. Da ist der Rücken gerissen und einige Seiten ausgefallen. Dürfte interessant und lehrreich, aber nicht einfach werden.
Bilder dazu folgen noch.

Update: Hier nun also die Bilder des Kinderbuches.

Hier in Bild 1 sieht man den defekten Rücken

Am-Fluss-unter-den-Weiden01

Bild 2 zeigt ein paar der losen Seiten

Am-Fluss-unter-den-Weiden02

Auf Bild 3 sieht man die Versuche, eine einzelne lose Seite am Buch zu befestigen. Es wurden dazu Klebebandschleifen verwendet. Es hat gehalten, aber ich hoffe ich kriege sie ohne die Seite zu beschädigen wieder runter.

Am-Fluss-unter-den-Weiden03

Das sind nun also meine ersten Gehversuche in der Restauration eines Buches. Vermutlich werde ich viel von diesem nahezu unsichtbaren Buchbinderklebeband benötigen.

Ich habe mich auch entschlossen die beiden Projekte auf separaten Seiten weiter zu beschreiben.