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NaNoWriMo die 2., oder: Wie schreibe ich ein paar Kurzgeschichten in 30 Tagen? – Teil 2

Also, den Schnitt von 1667 Wörtern pro Tag erreichen zu wollen habe ich längst aufgegeben. Vermutlich schneide ich sogar noch schlechter ab als letztes Jahr. Und soll ich euch noch was sagen? Das ist mir egal. 😉

Es ist nämlich so. Beim Versuch Wörter runter zu reissen sind mir zwei Dinge aufgefallen:

1. Es ist zwar nett ganz viele Wörter zu schreiben. Aber die Hälfte bis zwei Drittel davon sind eh Schrott …

2. Ich habe mit einer Kurzgeschichte, die, oder besser deren Titel, mir schon lange im Kopf rumspukt das Experiment unternommen, mal wieder von Hand zu schreiben. Ich hätte das nie gedacht, aber es kommt mir vor, als ob das Geschriebene eine ganz andere Qualität hat. Mal abgesehen davon, dass ich mich nicht so oft verschreibe wie vertippe. Ich meine es war Gregor Fischer, der mir seit längerem erstmals wieder den Floh in den Kopf gesetzt hat mit der Hand zu schreiben. Also, mit dem Stift eigentlich. Denn mit den Händen schreibe ich auch jetzt.

Und das habe ich gemacht. Natürlich komme ich so nie auf die geforderten 1667 Wörter, geschweige denn noch mehr. Aber mich will das Gefühl nicht los lassen, dass es sich hierbei um „besseren“ Text handelt. Natürlich ist das subjektiv und keine Aufforderung an andere das nachzumachen. Aber eine Empfehlung ist es schon. Probiert’s mal wieder aus. Kommt gar nicht schlecht. Und vermutlich spielt sogar die Wahl des Schreibutensils eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Meine aktuelle Kurzgeschichte auf jeden Fall, die wird von Hand geschrieben. Sch… auf den Wordcount.

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Kommentar

  1. Hey, Marc,

    schade, dass du das Ziel, einen Roman zu schaffen, aufgegeben hast, auch wenn ich das gut verstehen kann.

    Das schnelle Schreiben ist eine wichtige Qualität für sich, deswegen ist der NaNoWriMo eine so tolle Übung. Du hast vollkommen recht, mindestens 30 % des Geschriebenen sind Schrott. Aber darauf kommt es meiner Meinung nach nicht an, sondern darauf, dass Durchalten und das Fertigwerden zu einer Deadline zu lernen.

    • Hi Marcus

      Ja, das ist schon richtig. Aber ich hatte ohnehin nicht vor, diesen November am Roman weiter zu machen oder gar einen neuen zu beginnen. Ich bin jetzt an einer KG dran und die, ja die möchte ich schon bis Ende des Monats fertig haben. Und dann habe ich in der ersten Woche noch eine oder zwei hingerotzt die auch einer Überarbeitung würdig sind. Zumindest sagt mir meine Erinnerung etwas in der Richtung. 😉

      Es gab dieses Jahr einfach zu viele unvorhergesehene Unterbrüche. So mussten wir ein paar Mal mit dem Hund in die Klinik. Das hat mir nicht nur ein Wochenende zerrissen, sondern auch den letzten Dienstag. Und das war definitiv dringender und wichtiger als eine blosse Schreibübung.

      Verdiente ich mein Geld mit Schreiben sähe es vermutlich anders aus. Aber wenn ich ehrlich bin verabschiede ich mich immer mehr von diesem Traum. Nicht jedoch vom Hobby. 😉

  2. Kann deinen Post so unterschreiben. Ich selbst versuche mich zur Zeit noch am Ziel der 50000 Wörter und schaffe es neben meinem Studium auch immer mehr oder weniger knapp unter den 1667 Wörtern pro Tag zu bleiben. Meist durch wilde Aufholjagden am Wochenende, weil ich sonst einfach anderen Kram um die Ohren habe.

    Während der ganzen Zeit geisterte mir eine Idee durch den Kopf, die beim besten Willen nicht in mein NaNoWriMo Projekt einbauen konnte und mich deshalb ständig ablenkte. Als dann heute eine Vorlesung frühzeitig endete schnappte ich mir mein kleines Schreibbüchlein und tat es dir gleich. Und hatte gleich ein ähnliches Gefühl. Worte die ich selbst mit der Hand Buchstabe für Buchstabe sorgfältig zusammengefügt habe, ‚fühlen‘ sich einfach besser an. Die digitale Grenze entfällt und sie sind irgendwie näher an einem dran. Mir gefällt das immer wieder aufs Neue unglaublich gut. 🙂

    • Hi Silvain

      Zweiter Versuch.
      Bei mir ist es am WE immer „schlecht“, weil da die Familie Vorrang hat. Mit der kann der NaNoWriMo nicht konkurrieren. Da müssten schon die vier Apokalyptischen Reiter an die Tür klopfen. Oder so.

      Das von Hand Schreiben ist allerdings – NaNoWriMo hin oder her – etwas, dem ich in Zukunft wirklich mehr Aufmerksamkeit widmen werde.

      • Nabend Marc

        Das mit der Aufholjagd am WE war nicht als Ratschlag gedacht. Und auch nicht als „Ich-schaff-das-aber!“-Post. Bitte, bitte nicht so auffassen. Das sollte eigentlich nur eine kleine Zusatzerklärung gewesen, wie es dazu gekommen ist, dass ich auch wieder handschriftlich geschrieben habe.
        Jeder hat seine eigenen Prioritäten und das ist auch gut so.

        • Hi Silvain
          Du hast mich anscheinend missverstanden. 😉 Ich wollte mich keineswegs rechtfertigen oder ähnliches. Also alles cool.
          Es ist wie du sagst, jeder hat seine Vorlieben und das ist gut so. Es kann/muss/soll ja nicht so sein, dass nun plötzlich wieder alle von Hand schreiben. Wobei dies den Vorteil hätte, dass sich mein SUB endlich mal verkleinern würde. 😉

          • Da bin ich beruhigt. ^^

            SUB? Bei solchen Abkürzungen war ich schon immer schrecklich. Artet bei mir immer in abstruse Ratespielchen aus.

            PS: Danke für dein Interesse an meinem Blog. Dadurch hab ich gemerkt, dass ich vergessen habe die WordPress Verlinkung auf meine neue Domain einzustellen. Der hatte nie auf privat gestellt sein sollen. 🙂

          • Stapel Ungelesener Bücher. 😉 Habe ich auch erst kürzlich irgendwo bei Twitter oder einem Blog aufgeschnappt.

          • Ahh ja… Der ist bei mir auch viel zu groß. Bedingt durchs Studium habe ich aber ehrlich gesagt auch wenig Lust aufs Lesen, weil ich mich jeden Tag in Fachliteratur vertiefen muss.

            Verflucht… Hatte auch bei Twitter vergessen die URL zu ändern. Du bist gut, Marc. 😀