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Die Empfehlung und der Preis

Ach ich freue mich schon auf den 01.01.2012. Denn da werden die Bücher in der Schweiz günstiger. Zumindest wurde uns das versprochen und es klingt ja auch gar nicht so unlogisch. Leider ist es zur Zeit noch nicht so.

Ich gehe ja von Zeit zu Zeit in einen – keinen bestimmten, es wechselt, je nach Laune – der existierenden Buchläden in der Stadt und lasse mich gerne vor Ort von jemandem beraten, der Ahnung von dem Genre hat, das mich grade interessiert. Idealerweise hat er oder sie (das ist mir total egal) schon einige Bücher aus dem gewünschten Bereich selber gelesen und – noch besser – sich zwischenzeitlich auch eine eigene Meinung dazu gebildet. Vielleicht mag der Buchhändler einen Autor ganz besonders und kann einen anderen überhaupt nicht leiden. GUT SO! Und wenn er mir dann auch noch erklären kann, warum das so ist, dann hat er einen weiteren Verkauf schon so gut wie in der Tasche.

Man möge mich bitte richtig verstehen: Obiges Sezanrio endet eigentlich fast immer mit einem Kauf. Ich gehe nicht in Läden, lasse mich 15, 30 oder noch mehr Minuten beraten und kaufe dann bei dem Shop, der bei einer der Preisvergleichsseiten ganz oben steht. Sowas finde ich eine absolute Frechheit! Aber ich behalte mir das Recht vor, von dem Menschen hinter der Theke auch etwas zu erwarten. So wie heute.

Ich war in einem meiner Favoriten, weil es da eine gut sortiere Fantasy und Sci-Fi Abteilung gibt und tatsächlich jemanden, der die Bücher „seiner“ Abteilung auch wirklich zu lesen scheint. Aber oh Schreck, natürlich war er heute nicht da. Die beiden freundlichen Damen die seine Stellvertretung übernahmen haben mich, nachdem ich nach sach- und fachkundiger Beratung gefragt habe

-> „Ich suche etwas aus dem Bereich Sci-Fi, aber nicht so konventionell wie Star Trek oder Star Wars, mehr so in die Richtung wie das eine von S. Lukjanienko. Nein, es darf gerne _kommerziell_ sein, aber nichts „mainstreamiges“.“

wurde ich dann auch darauf hingewiesen, dass eben dieser Herr der sich damit auskennt heute nicht da sei.

Nun gut, für den Moment haben sie mir dann „Solaris“ von Stanislaw Lem gegeben. Ich habs gekauft. Dann habe ich das Etikett abgezogen und dachte mir, dass der Euro Kurs letzte Woche doch noch sehr viel besser (aus Schweizer Sicht) gewesen war. D € 8,95 / A € 9,20 / CH CHF 16,90, das sind grob überschlagen 30 % mehr. Für genau das gleiche Buch das ich auch in D für umgerechnet ca. CHF 11,80 hätte haben können. Beim „bösen Grossisten“ bestellt auch noch MwSt befreit, also nochmal 7 % weniger, vor die Haustüre geliefert.

Trotzdem werde ich weiterhin zum Buchhändler meines Vertrauens gehen (der hat bisher weit weniger oft – eigentlich noch nie) mit seinen Empfehlungen ins Klo gegriffen als so mancher „Rezensent“ bei einem der Buchverticker-Portale. Vor allem weiss ich ja, was er mir bisher empfohlen hat und beginne sowas wie Vertrauen aufzubauen.

Aber zu etwas näher beim „Original“ liegenden Preisen wäre das noch schöner … 😉

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