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[Rezi] „Otherland 1-4“ von Tad Williams

Die Bücher:

Otherland Bd.1: Stadt der goldenen Schatten ISBN 3-608-93421-9
Otherland Bd.2: Fluss aus blauem Feuer ISBN 3-608-93422-7
Otherland Bd.3: Berg aus schwarzem Glas ISBN 3-608-93423-5
Otherland Bd.4: Meer des silbernen Lichts ISBN 3-608-93424-3

Zusammenfassung

Ein todkranker Junge, eine Lehrerin, der letzte Buschmann, der älteste Mensch, ein durchgeknallter Killer, ein Mann im Rollstuhl, ein vermeintlicher Soldat, ein „Stück“ Software … Die Geschicke dieser und noch eingier anderer Personen sind alle mit dem Schicksal von Otherland verwoben.

Otherland ist eine virtuelle Welt, in der einen die Unsterblichkeit erwartet. Zumindest ist dies die Hoffnung eines sehr reichen und noch exklusiveren Kreises von mächtigen Männern. Um ihr Ziel zu erreichen gehen sie über Leichen.
Es ist nun an der wie zufällig zusammengewürfelt scheinenden Schar von Menschen dies zu verhindern.
Aber wer weiss denn schon, dass sich hinter dem unbesiegbaren Barbaren Thargor ein kleiner Junge mit einer unheilbaren, todbringenden Krankheit verbirgt? Und wer sind die anderen? Wem kann man trauen? Was ist „wirklich“?

Meine Meinung

Tad Williams schreibt – zumindest zu Beginn – alles andere als reisserisch. Ich musste mich durch die ersten 150 Seiten durchkämpfen. Aber dann plötzlich kam die erste Ahnung davon, dass die einzelnen Handlungsstränge irgendwie miteinander verwoben sein könnten. Und sie waren es. Und wie! Plötzlich stösst man auf Begebenheiten, die man doch schon kennt. Oder doch nicht?

Wenn man die Geduld aufbringt sich durch nahezu die Hälfte eines normalen Taschenbuchs zu kämpfen – um dann noch über 700 Seiten (im ersten von vier Bänden) vor sich zu haben – dem sei Otherland empfohlen. Es ist eine detaillierte Welt, eine ebenso detaillierte Geschichte mit vielschichtigen Personen, die jedoch manchmal etwas in die Länge gezogen wirkt. Nichts desto trotz ist Otherland ein Buch dessen Figuren einem mit der Zeit wirklich real erscheinen. Man leidet mit den Guten und kann die Bösen nicht ausstehen.

Man trifft jedoch nicht einfach schwarz/weiss gezeichnete platte Ueberzeichnungen von Helden und Bösewichten. Sogar der „Oberbösewicht“ kommt einem bisweilen fast ein bisschen sympathisch vor.

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Kommentar

  1. Hi Marc,
    Sehr schöne Rezi. Ich wollte auch mal eine schreiben zu Otherland, aber ich tu mich manchmal schwer so was Grosses kurz zu fassen. Du hast es aber erstaunlich gut hingekriegt.
    Nur weiter so!

    Gruss Vega

  2. Hi Vega

    Danke für den Kommentar. Ich kann die Bücher nicht „analysieren“. Und es ist auch schon eine Weile her, seit ich die vier Bücher gelesen habe. Vielleicht wäre das für dich eine Möglichkeit, die Rezis kürzer zu halten? 😉 Nicht, dass ich deine Rezis zu lang finde, aber wenn das ein Bedürfnis ist wäre das eine Möglichkeit.

    Vielleicht ist es auch der enorme Umfang von Otherland der mich gezwungen hatte mich kurz zu fassen. Bei weit über 3000 Seiten ist es gar nicht möglich, auf vieles einzugehen.

    Gruss
    Marc

  3. Ja, ich glaube der Abstand zum Buch ist hilfreich. Man erinnert sich nur noch an die wichtigsten Punkte, weniger an Details.
    Aber trotzdem … ich möchte meinen Blog relativ aktuell zu meinen gelesenen Büchern halten. Ist gleichzeitig auch eine Art Motivation, wenn ich das Buch schon über eine Woche hinter mir habe, aber IMMER NOCH NICHT die Rezi dazu geschrieben habe. Mein schlechtes Gewissen ist ein guter Motivator 😉
    Wenn ich länger warten würde, hätte ich überhaupt keinen Druck mehr.

    Vielleicht ist es auch der enorme Umfang von Otherland der mich gezwungen hatte mich kurz zu fassen. Bei weit über 3000 Seiten ist es gar nicht möglich, auf vieles einzugehen.
    Aber das ist doch gerade die Schwierigkeit 😉
    Was ist das wichtigste? Wie lässt es sich am besten schildern? Was kann man getrost weglassen? Was verrät dem Leser bereits zu viel von der Handlung?
    Alles Fragen, die die Herausforderung einer Rezi darstellen. Aber es hat auch niemand gesagt, dass es einfach ist 😉

    Gruss Vega

  4. Hi Vega

    Ja, das ist wohl so. Und ich hatte natürlich nicht vor, dir vorzuschreiben wie du deinen Blog zu führen hast 😉

    Mir gings mit den Rezis vor allem darum, mal einen Überblick zu haben was ich bisher alles gelesen habe. Ich dachte immer „Naja, so viel war das ja nicht …“. Vielleicht ist dem – im Vergleich mit anderen – auch so. Aber es ist doch mehr als ich vermutet hätte. Das widerum motiviert mich dran zu bleiben. Ich lese ja, und das eigentlich auch gerne.

    Und nicht zu letzt: Es wäre ja blöd und schade, wenn wir beide das gleiche aus dem gleichen Blickwinkel betrachten und tun würden. So ergänzen wir einander, was ich viel schöner finde.